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Haareschneiden im Gasthaus

Bei einer konzertierten Überprüfung von rund 25 - wie es in einer Aussendung hieß - „auffällig gewordenen Lokalen“ in Favoriten in der Nacht auf Samstag sind Magistrat, Polizei und Finanzverwaltung auf sehr viele Mängel gestoßen.

Die Behörden entdeckten Schwarzarbeiter, Verstöße gegen Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen sowie „die unbefugte Ausübung des Friseurgewerbes in Gastgewerbebetrieben“ – ein Haarschnitt um zwei bis fünf Euro im Hinterzimmer. Die Wirte müssen mit hohen Strafen rechnen.


In jedem zweiten Lokal waren die Fluchtwege bzw. die Notausgänge entweder verstellt, nicht vorhanden oder schlecht beleuchtet oder führten nicht in „das lebensrettende Freie“, hieß es. Bei zwei Lokalen konnte nicht mehr für die Sicherheit der Gäste garantiert werden, was zur Schließung der Lokale führte.


Das Team KIAB ( Kontrolle illegaler Ausländerbeschäftigung ) fasste acht Schwarzarbeiter. In Hinterzimmern von fünf Lokalen stießen die Beamten zudem auf illegal betriebene Friseurgeschäfte. Diese mussten sofort geräumt werden. Der Preis für einen Männerhaarschnitt: zwei bis Euro, je nach Länge der Haare.


Das Marktamt schrieb 15 Anzeigen und verhängte fünf Organstrafmandate. Sowohl die MA 36 (Technische Gewerbeangelegenheiten ) als auch die MA 59 ( Marktamt ) sowie das Magistratische Bezirksamt wurden fündig. Sie zählten insgesamt 30 Verstöße gegen Auflagen der Betriebsanlagengenehmigung.


Während der Lokalkontrollen führte das Büro für Sofortmaßnahmen gemeinsam mit dem Verkehrsinspektor des zehnten Bezirks auch eine Baustellenkontrolle im Bezirk hinsichtlich der vorgeschriebenen Absicherungen und Beleuchtung durch. Bei etwa einem Drittel der 22 überprüften Baustellen war die Absicherung mangelhaft. Ebenfalls kontrolliert wurde die Einhaltung des Sicherheitsabstandes von Lkw nahe von Wohnsiedlungen. Sechs „Brummis“ standen zu nahe an den Wohnhäusern. Die Fahrzeugbesitzer wurden angezeigt.

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