Gutachter Kleiner erörtert Sondergeschäfte mit Flöttl

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Der BAWAG-Prozess wird heute, Freitag, am 64. Verhandlungstag, mit der Befragung von Gutachter Fritz Kleiner fortgesetzt.

Der Grazer Wirtschaftsprüfer hatte in seiner Expertise über die “Sondergeschäfte” der BAWAG mit Wolfgang Flöttl das für die Bank so verlustreiche Handelsverhalten des Spekulanten als nicht nachvollziehbar bezeichnet, den früheren BAWAG-Vorstand hatte er schwer belastet. Kleiner war bereits am Montag vom Verteidiger des früheren BAWAG-Generaldirektors Helmut Elsner, Wolfgang Schubert, in die Zange genommen worden.

Kleiner war durch den Ausfall des ersten Gutachters zum Zug gekommen: Der ursprünglich bestellte Sachverständige für das Handelsverhalten von Flöttl, der ehemalige Vorstand der Wiener Börse Christian Imo, war nach einem Ablehnungsantrag der Flöttl-Verteidiger am 1. Oktober 2007 vom Gericht wieder abbestellt worden. Die Flöttl-Anwälte hatten die Ablehnung mit “multipler Befangenheit” Imos begründet. Das Schöffengericht ernannte daraufhin den Grazer Wirtschaftsprüfer Fritz Kleiner zum neuen Gutachter.

Sowohl das Zuschauer- als auch das Medieninteresse an dem Prozess ist heute äußerst gering. Keine Fotografen, keine Kameraleute richteten zu Verhandlungsbeginn ihre Objektive auf die Angeklagten im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Landesgerichts. “Die sind noch alle erschöpft vom Opernball”, versuchte einer der wenigen anwesenden Journalisten den heute ausbleibenden Medienandrang zu erklären.

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