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Grünes Licht für Hofer in Alberschwende

Der Protest der Nahversorger hat nichts genützt. Gestern gab die Landesregierung formal grünes Licht für die Ansiedlung des ersten Hofer-Marktes im Bregenzerwald.

Die Wogen gingen hoch, seit von den Expandionsplänen die Rede war: 30 Ladenbesitzer, Bäcker und Metzger fürchten um ihre Existenz. Neben der Landwirtschaftskammer hatten sich auch Vertreter der Regio Bregenzerwald kritisch zu dem Projekt geäußert.

Und nicht zuletzt Jürgen Sutterlüty. Der 39-jährige Chef der gleichnamigen Handelskette kritisierte auch gestern die „ungerechtfertigte Vorgehensweise der Landesregierung“. Das Raumplanungsgesetz hat seiner Ansicht nach „versagt“. Es verhindere Chancengleichheit, weil es „alles über einen einzigen Kamm schere“, nämlich die Fläche eines Geschäfts. Dies sei ein klarer Wettbewerbsvorteil für Diskonter gegenüber Vollsortimentern, so Sutterlüty.

Er wehre sich nicht gegen den Wettbewerb, betonte Sutterlüty gestern. „Sonst wäre ich am falschen Platz.“ Aber „in ein paar Jahren werden die Diskonter 40 Prozent Marktanteil haben“ und die Zahl regionale Anbieter werde entsprechend sinken.

Die Landesregierung hat jedenfalls gestern einer Kompromiss-Lösung zugestimmt, die vom Raumplanungsbeirat vorgeschlagen worden war: Hofer darf bauen, aber von ursprünglich 600 m2 Verkaufsfläche sind noch 400 geblieben. 50 bzw. 150 zusätzliche m2 sind im selben Gebäude für einen Bäcker und einen Drogeriemarkt bewilligt worden.

In der selben Sitzung bewilligte die Landesregierung auch den Bau eines 1000 m2 großen Einkaufsmarktes in Bezau, in dem Sutterlüty 600 m2 erhalten wird. Eine „gerechte Lösung“, wie Landesrat Manfred Rein betont.

Ebenfalls bewilligt wurde ein Projekt in Gisingen: Dort ist auf dem Areal der Hämmerle-Textilwerke ein 2400 m2 großes Einkaufszentrum geplant, für das die Obergrenze für Artikel des täglichen Bedarfs mit 1200 m2 festgesetzt wurde.

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