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Grüne - Felipe weist Ablösegerüchte an Parteispitze zurück

©APA
Die Grüne Bundespartei ist im Streit mit den rausgeworfenen Jungen Grünen weiter um Kalmierung bemüht. Eva Glawischnigs Stellvertreterin, die Tiroler Grünen-Chefin Ingrid Felipe, wies am Mittwochabend in der "ZiB 2" Ablösegerüchte rund um die Parteichefin zurück: "Selbstverständlich bleibt Eva Glawischnig Parteichefin."
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Der “Standard” hatte spekuliert, dass Lothar Lockl, Wahlkampfstratege von Alexander Van der Bellen, Glawischnig als Bundesobfrau ablösen könnte. In der Bundespartei will man davon nichts hören: “Wir gehe davon aus, dass Eva Glawischnig als Spitzenkandidatin in die nächste Nationalratswahl geht”, sagte eine Sprecherin auf APA-Anfrage. Lockl selbst winkte gegenüber der “Kleinen Zeitung” ebenfalls ab: “Ich bin seit acht Jahren in der Privatwirtschaft. Ich mache das mit großer Freude und werde dort auch bleiben.”

Felipe weist Gerüchte zurück

Glawischnig musste zuletzt nach einem allergischen Schock alle Termine absagen. Sie habe mit Lockl und Glawischnig gesprochen, es handle sich schlicht um ein “Gerücht”, betonte auch Felipe zu den Ablöse-Spekulationen. Dass sie selbst als Nachfolgerin genannt werde, schmeichle ihr zwar, sie wolle aber die Tiroler Grünen in die nächste Landtagswahl führen, bekräftigte Felipe.

Das Bild, das die Grünen in den vergangenen Tagen erzeugt haben, sei “kein optimales” gewesen, räumte Felipe aber ein. Die Kommunikation rund um den Rauswurf der Jungen Grünen wegen deren Unterstützung einer neuen Studentenorganisation benotete Felipe gar nur mit einer “schwachen 4”. Man habe kein schönes und gewinnendes Bild nach außen präsentiert. Der Beschluss der Bundespartei bleibe aber aufrecht.

Weiter Chaos um Jugendorganisation

Dass die Bundespartei nun eine neue Jugendorganisation aufbauen will, interessiert wiederum die Jungen Grünen Tirol und Salzburg nicht – sie stellten sich Mittwochabend in beinahe zeitgleichen Aussendungen demonstrativ hinter die Bundesorganisation der Jungen Grünen.

Man habe “kein Interesse” an den Plänen, anstelle der Jungen Grünen eine neue Plattform aufzubauen, ließen die Jungen Grünen Tirol wissen. “Wir sind Teil der Jungen Grünen Bundesorganisation. Wir stehen hinter unserem Bundesvorstand und unserer Sprecherin Flora Petrik”, betonte Sprecher Jakob Fitzner. Man stehe auch zu den Grünen Studierenden.

“Wir lassen uns nicht spalten”

Ähnlich tönten die Jungen Grünen Salzburg. “Der Ausschluss unserer Bundesorganisation durch die Parteispitze trifft uns auch in Salzburg massiv. Wir stehen hinter unserem Bundesvorstand und unseren gemeinsamen Beschlüssen. Wir lassen uns nicht spalten”, meinte Vorstandsmitglied Mario Steinwender. Man werde jetzt als gesamter Verband diskutieren, in welcher Form man sich weiterhin politisch einbringen könne, verwies er auf die für 30. April geplante Perspektivenkonferenz.

(APA)

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