Grüne ärgert Hofierung von Nasarbajew in Wien

Die Grünen kritisieren den Umgang der heimischen Spitzenpolitiker mit dem kasachischen Präsidenten Nasarbajew, der derzeit in Wien ist. "Schlimm genug, dass Nasarbajew öffentlich hofiert wird wie ein König, aber wenn die katastrophale Menschenrechtslage in Kasachstan bei seinem Besuch bei uns in Österreich verschwiegen wird, dann ist das ein Skandal", sagte Grünen-Sprecherin Korun am Dienstag.


Stattdessen würden von den meisten Politikern nur die wirtschaftlichen Beziehungen hervorgehoben. “Aber was ist mit den mehr als 70 ermordeten Arbeitern von Schanaosen? Laut unabhängigen Quellen wurden sie von staatlichen Sicherheitskräften während eines Streiks getötet”, erklärte Korun weiter. Arbeiter, Aktivisten und Politiker sowie Medien, die den Streik unterstützt haben, würden verfolgt.

Der kasachische Präsident hatte am Montag in Wien erklärt, dass es im Rahmen von Protesten unzufriedener Ölarbeiter zu Krawallen gekommen sei. Die Täter seien in offenen Gerichtsverfahren, bei denen die Presse zugelassen war, wegen konkreter Straftaten verurteilt worden. Es habe 14 Tote gegeben, andere Zahlenangaben über die Opfer seien unrichtig, sagte der Staatschef.

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