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Großer Andrang bei Versteigerung von Inventar im Wiener Radisson-Hotel

Das gesamte Inventar des Radisson-Hotels wird versteigert.
Das gesamte Inventar des Radisson-Hotels wird versteigert. ©APA
Am Samstag versteigert das Wiener Radisson-Hotel sein Inventar. Vom Sektkühler bis zu den Betten kommt bei der Auktion alles unter den Hammer. Der Ansturm bei der Besichtigung am Freitag war riesig.
Hotel versteigert Inventar
Was wird aus dem Radisson-Hotel?
Versteigerung im Radisson-Hotel

Mit rund 1.000 Schaulustigen rechnet Herbert Pribyl, Geschäftsführer der IPG Betriebs- und Industrieversteigerungs GmbH, die die Auktion durchführt. Ein Teil des Inventars wird am Samstag als Live-Auktion im Hotel selbst versteigert, der Rest kommt kommenden Mittwoch und Donnerstag online unter den Hammer. Im Internet haben sich bereits rund 20.000 Interessierte vorgemerkt. “Wir mussten unsere Server erweitern, der Ansturm war riesig”, berichtete Pribyl im Gespräch mit der APA.

Radisson in Wien versteigert Inventar

Am Freitag kann man noch bis 17.00 Uhr gustieren, am Samstag stehen die Türen bis zum Start der Auktion um 11.00 offen.

Tausende Exponate und 250 vollmöblierte Zimmer stehen zur Auswahl, ganz besonders viel Ansturm gibt es aber auf die Suite 620 – hier hat einst Robbie Williams übernachtet. Das Zimmer mit dem begehrten Bett muss jedoch im Komplettpaket erworben werden; 1.500 Interessenten gibt es bereits. Am Freitag kann aber nicht nur ein Blick in die Promi-Räumlichkeiten geworfen werden – auch die ganz normalen Zimmer sind von Schatz- und Schnäppchenjägern bevölkert. Jedes Möbelstück ist mit einem Pickerl und einer Nummer markiert, mit der Bieterkarte kann man sich für die Live-Auktion vormerken lassen. Nur die denkmalgeschützten Prunkräume sind geschlossen.

Viele Schaulustige vor der Auktion im Hotel

Viele sind am Freitag einfach nur “zum Schauen” gekommen, die Berge aus Hotelsafes und Geschirr überfordern viele Privatkäufer. Aber auch einige Profis sind unterwegs. “Ich habe selbst ein Hotel im k.u.k.-Stil”, berichtet ein Schweizer, der in seinem Katalog blättert. Ein Pärchen sucht eine Sitzgruppe und einen Luster, während ein älterer Herr die Hotellobby gezielt nach Beistelltischchen abgrast – vielleicht wird es auch ein Fernseher. “Die Couch und die Sessel sehen sehr gut aus, man müsste sie nur neu beziehen”, erklärt eine Dame, während sie ein Handyfoto schießt.

Vor der Versteigerung im Radisson-Hotel

Andere Stücke ernten durchaus skeptische Blicke. “Die sind aber nicht unterfüttert”, murmelt eine Frau beim Abtasten der Vorhänge. Neben ihr lässt sich eine Dame um die sechzig mit einem Juchzer in Robbie Williams’ Bett plumpsen. Andere sind davon nicht so begeistert: “Ich war auch ab und zu hier essen, trotzdem kaufe ich das Besteck nicht”, schmunzelt ein Herr. Das Publikum vor der Auktion ist jedenfalls bunt gemischt. “Wir haben auch viele Hoteliers, Botschaften und den einen oder anderen, der selbst ein Schlösschen zum Einrichten hat”, erklärte Pribyl. Bei der bunten Mischung, die sogar Bilder, Eiswürfelmaschinen oder Hotel-Hinweistafeln enthält, ist aber sicher für jeden etwas dabei. (APA)

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