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Polizei weiß, wer die Juwelierräuber sind

Die Polizei weiß, wer hinter dem Überfall auf den Juwelier Kornmesser steckt.
Die Polizei weiß, wer hinter dem Überfall auf den Juwelier Kornmesser steckt. ©BPD Wien
Die Juwelierräuber versetzten Wien monatelang in Angst und Schrecken: Eine Bande von Juwelierdieben, die weltweit rund 130 Überfälle begangen hatten, wurde dingfest gemacht. Das gelang in enger Zusammenarbeit mit internationalen Behörden.
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Die spektakulären Überfälle auf die Wiener Juweliere sowie weltweit rund 130 ähnliche scheinen geklärt. Das verlautbarte die Wiener Polizei am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Die Überfälle der Juwelierräuber wurden unter anderen auf die Juweliere Kornmesser, Schwödt und Thurzo in Wien sowie Karner in Salzburg durchgeführt. Außerdem sollen Schmuckgeschäfte in Wien-Hernals und Alsergrund betroffen sein.

Es war die Pink Panther Bande

Die Bande Juwelierräuber , die rund 200 Mitglieder umfasst und ihre Raubzüge in wechselnder Besetzung durchführt, wurde in den letzten Monaten als ‘Pink Panther’ bekannt. Insgesamt soll die Bande bei ihren Überfällen, die in Wien auch die Nobeljuweliere Schwödt und Kornmesser sowie einen misslungenen Coup beinhalten, rund fünf Millionen Euro erbeutet haben.

Einer der mutmaßlichen Täter, der 29-jährige Mihajlo N., war bereits 2009 in Österreich vor Gericht gestanden und in Zusammenhang mit diesen Fällen erkennungsdienstlich behandelt worden. Ein Abgleich der Tatfotos beim Juwelier Karner mit der Datenbank ergab, dass es sich bei ihm um den Täter handeln dürfte.Der Überfall auf den Juwelier Kornmesser am Wiener Graben im Jänner 2012 wurde ebenfalls geklärt. Wie bei der Cacak-Connection üblich, wurde der Verkäufer – in diesem Fall der Neffe des Geschäftsinhabers – in den hinteren Geschäftsbereich geschleift und gefesselt. Einer der beiden Männer schlug mit einer Pistole die Vitrine ein, verletzte sich dabei aber – und hinterließ Blutspuren. Die ersten Ermittlungen deuteten eher in Richtung einer baltischen Bande. Nach dem DNA-Abgleich war aber klar, dass es sich bei einem der Täter wieder um Mihajlo N. handeln dürfte. Bei diesem Raubzug wurde nach Angaben des Juweliers Schmuck im Wert von rund 3,5 Millionen Euro erbeutet.

Vier Serben als Juwelierräuber verdächtig

Weltweit soll die Bande Juwelierräuber an die 150 Millionen Euro erbeutet haben. Im Visier der österreichischen Fahnder sind allerdings vier Serben, die neben Juwelieren auch eine Antiquitätengeschäft und eine Galerie überfallen haben sollen. Sie sollen auch für den Coup bei Juwelier Kornmesser verantwortlich sein. Auch in Salzburg schlugen die Männer, die aus dem serbischen Dorf Cacak stammen, zwei Mal zu.

DNA-Spuren führten zur Pink Panther Bande

Auch beim bisher letzten Überfall des Duos – Anfang Februar 2012 auf den Juwelier Thurzo auf der Mariahilfer Straße in Wien – dürfte sich Mihajlo N. verletzt haben. Jedenfalls deuten auch in diesem Fall DNA-Spuren auf ihn als Verdächtigen. Weniger erfolgreich dürften der Verdächtige und sein ebenfalls namentlich bekannter Komplize Nikola B. (23) im Juni 2011 in der Salzburger Churfürststraße gewesen sein. Dort konnten sie die Sicherheitsbarriere des Juweliers nicht überwinden bzw. ließ sie die Verkäuferin nicht in das Geschäft. Auf der Flucht verlor einer der Räuber Teile der Tarnung.

Da die Bande international agiert, war ein reger Datenaustausch mit ausländischen Exekutivdiensten erforderlich. So hat die Bande beispielsweise ihren Namen – angelehnt an die Krimiserie “Der rosarote Panther” aus den 60er Jahre – von britischen Fahndern erhalten. Ein Beutestück wurde von der Juwelierräuber Bande nämlich ähnlich versteckt wie in einer dieser Komödien.

Die Beschreibung des Autos, der Männer und wieder die Zusammenarbeit mit der serbischen Polizei brachte die Ermittler auf die Verdächtigen: Gesucht werden demnach Filip P. (22) und Nemanja V. (23). Ein dritter Verdächtiger Juwelierräuber – Marko N. (21) – ist bereits in Haft. 

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