Große „Terror“-Übung in Schwechat und Wien

&copy APA / Die Cobra probt für den Ernstfall
&copy APA / Die Cobra probt für den Ernstfall
Unter dem Titel "Vorsorge 05" fand am Mittwoch eine große Anti-Terror-Übung statt. Hauptschauplätze waren Schwechat und Penzing: Behörden, Exekutive, Rettung, Feuerwehr und Bundesheer waren im Einsatz.

Mehr als 500 Einsatzkräfte haben am Mittwoch in Schwechat bei der großen Übung „Vorsorge05“ teilgenommen. Folgendes Szenario wurde dabei angenommen: Bei einer Polizeikontrolle an der Ausfahrt vom Flughafen Schwechat wird aus einem Auto heraus ein Beamter niedergeschossen, der Pkw rast davon und verursacht bei der Stadteinfahrt von Schwechat einen schweren Unfall mit Toten und Verletzten.

Zweck der Übung im Vorfeld der EU-Präsidentschaft Österreichs ist die Optimierung der Kooperation zwischen Rettung, Feuerwehr, Bundesheer, Behörden und Polizei inklusive Spezialeinheiten, zumal sich die Ausgangslage dramatisch verschärfte. Im Auto der „Terroristen“ fanden sich nämlich Pläne, die auf einen geplanten Anschlag auf eine Internationale Konferenz in Wien-Penzing deuteten, sowie Handgranaten, chemische Substanzen und radioaktives Kobalt-60.

Daher kamen der Entschärfungsdienst, ein Fernlenkroboter mit drei Spezialkameras und ABC-Abwehrexperten zum Einsatz, um zunächst den Unfallort zu sichern und die Verletzten zu dekontaminieren, ehe die Opfer von Notärzten und Rettungssanitätern versorgt werden konnten. Neben drei getöteten Fahrzeug-Insassen waren mehr als 80 Verletzte – u.a. Insassen eines Busses – Teil des angenommenen Szenarios.

Die Verletzten wurden von Bundesheersoldaten dargestellt, wobei die jungen Männer sicher die unangenehmsten Rollen übernommen hatten. Sie lagen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt eineinhalb Stunden auf der Straße. Aufwärmen konnten sie sich dann in einem beheizten Sanitätszelt des Roten Kreuzes, das mit 60 Mitarbeitern im Einsatz war.

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