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Großer Comeback-Triumph für Svindal

Nur ein Jahr nach seinem schweren Trainingssturz hat der Norweger Aksel Lund Svindal am Freitag in Beaver Creek wieder ein alpines Ski-Weltcup-Rennen gewonnen - just auf der "Raubvogel"-Piste.

Auch das zweite Speed-Wochenende im Herren-Ski-Weltcup hat ein großes Comeback gebracht. Fünf Tage nach dem Super-G-Triumph von Hermann Maier in Lake Louise gewann der Norweger Aksel Lund Svindal am Freitag ausgerechnet die Abfahrt in Beaver Creek, wo er vor einem Jahr so schwer gestürzt war und die Saison vorzeitig beenden hatte müssen. Österreich blieb auch in der zweiten Saisonabfahrt ohne Podiumsplatz, Klaus Kröll belegte vor Michael Walchhofer Platz vier. Hermann Maier wurde Zwölfter.

 

Die Veranstalter hatten nach heftigen Schneefällen die spektakuläre Raubvogelpiste in einen perfekten Zustand gebracht. Vor einer Rekord-Kulisse siegte dann Svindal nach einer phänomenalen Fahrt auf einer der schwierigsten Abfahrtspisten der Welt sechs Hundertsel vor dem Liechtensteiner Routinier Marco Büchel und 0,35 Sekunden vor dem Kanadier Eric Guay.

Am 27. November des Vorjahres war Svindal im Training auf der WM-Piste von 1999 nach dem Golden Eagle-Sprung schwer gestürzt und hatte sich dabei u.a. so schwere Unterleibsverletzungen zugezogen, dass er in der Folge 17 Kilo abgenommen hatte. “Unglaublich. Nie und nimmer hätte ich damit gerechnet”, gab sich der 25-jährige Allrounder aus Norwegen nach seinem zehnten Weltcupsieg fassungslos.

Für Österreichs erfolgsverwöhnte Downhiller blieben auch in Beaver nur die Ehrenplätze. “Ich bringe es einfach noch immer nicht ganz hinunter”, ärgerte sich Kröll, dem es kein Trost war, bester Österreicher zu sein. Schade, denn der Ski ging gewaltig. Aber da waren noch immer zu viele Fehler”, sagte der Steirer.

Auch Vorjahressieger Walchhofer konnte nicht verhindern, dass Österreichs Abfahrer nun mit Sicherheit ein Jahr ohne Weltcup-Sieg bleiben werden. “Es soll die Leistung der vorderen nicht schmälern, aber von der Sicht her waren die tieferen Nummern heute sicher besser”, seufzte der mit Nummer 22 fahrende Salzburger, der als letzter Österreicher am 15. Dezember des Vorjahres in Gröden gewonnen hatte und in Beaver auf einen Einsatz des Doubledeck-Modells verzichtet hatte. “Platz fünf ist sicher nicht das, was ich wollte. Und wir dürfen nicht vergessen, dass uns einige starke Abfahrer derzeit fehlen”, erklärte Walchhofer.

Nur einer hätte an diesem Tag wahrscheinlich Svindals Sieg gefährden können. US-Topfavorit Bode Miller stürzte nach oberer Bestzeit aber ebenso spektakulär wie später US-Landsmann Andy Weibrecht, der kopfüber a la Maier 1998 in Nagano ins Netz krachte. Beide US-Fahrer blieben aber unversehrt, die tausenden US-Fans wurden vom Miller-Sturz aber regelrecht geschockt. Erst nach mehreren Sekunden rappelte sich der Weltcup-Gesamtsieger wie ein schwer angeschlagener Boxer wieder auf.

“Miller wäre sonst bei der nächsten Zwischenzeit eine halbe Sekunde vorausgewesen. Er hat es aber wieder einmal etwas übertrieben”, war auch Hermann Maier von einem möglichen Miller-Sieg überzeugt.

Umso mehr freute sich der am Sonntag 36 Jahre alt werdende Salzburg für Svindal. “Er ist einer der talentiertesten Fahrer überhaupt und der einzige, der bei uns wahrscheinlich das Zeug zum wirklichen Seriensieger hat. Wunderschön für ihn und hoch verdient”, sagte Maier, der selbst wegen seiner Schuhprobleme über Platz zwölf nicht hinauskam. “Ich habe den Schwungansatz einfach nicht getroffen. Aber wäre ich vor Svindal gewesen, hätte ich mich ohnehin geärgert”, sagte Maier, der dem Norsker den Erfolg voll gönnte.

Die Konkurrenz applaudierte dem Ausnahmeskifahrer Svindal ausnahmslos. “Ich hätte gedacht, dass er am Golden Eagle zurücknimmt. Aber er hat voll riskiert, unglaublich. Gegen ihn zu verlieren ist okay”, meinte Büchel über den Weltcup-Gesamtsieger von 2007.

Svindal war im Vorjahr als haushoher Favorit gleich mit mehreren Siegen in die Saison gestartet, ehe er beim Sturz auf der Birds of Prey nur hauchdünn an lebensgefährlichen Schnittwunden im Unterleibsbereich vorbeischrammte und wochenlang im Krankenhaus gelegen war. Auch Walchhofer zog den Hut. “Aksel ist eben ein richtiger Rennfahrer und heute gezeigt, dass er nicht nur körperlich ein ganz großer Skifahrer ist.”

 

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