"Große Ehre": Brandauer und Hackl "Doktor h.c." der Uni Salzburg

"Es ist für mich eine große Ehre. Ich verspreche, der Universität Salzburg in Zukunft nach Möglichkeit zur Verfügung zu stehen." Mit diesen Worten nahm der 66-jährige Schauspieler Klaus Maria Brandauer am Dienstag in Salzburg das Ehrendoktorat der Universität entgegen.
Bilder der Verleihung

Brandauer verwies in seiner Dankesrede auf die Genauigkeit der Wissenschaft und fügte an, selbst nicht so präzise zu sein. Was genau er für die Universität tun möchte, erklärte der zu den erfolgreichsten Schauspielern Österreichs zählende Dr. h.c. Brandauer trotz APA-Nachfrage allerdings nicht.

Auch Autor Erich Hackl ist seit heute Ehrendoktor der Universität Salzburg. “Es freut mich besonders, dass mich genau jene Universität jetzt ehrt, an der ich in den 70er Jahren Germanistik und Hispanistik studiert habe. Damit werde ich an meine glückliche Studienzeit auf besonders schöne Art zurückerinnert”, so Hackl, der die wissenschaftlich-sorgfältige Recherche immer als Grundlage seines literarischen Schaffens bezeichnet hat.

Der Senat der Universität Salzburg betonte bei der Verleihung der Ehrendoktorwürden, die Universität wolle damit den internen Schwerpunkt “Wissenschaft und Kunst” stärken und ein deutliches Zeichen für die Kunst in einer Stadt wie Salzburg setzen. “Der Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor hat vor allem durch seine Tätigkeit bei den Salzburger Festspielen wesentlich zum internationalen Ansehen Salzburgs als Kultur- und Universitätsstandort beigetragen”, heißt es über Brandauer. Und Erich Hackl komme das außerordentliche Verdienst zu, “mit seinem literarischen und essayistischen Werk beharrlich gegen das Vergessen anzuschreiben und die Erinnerung an die Opfer der Gewaltgeschichten Europas und Lateinamerikas im 20. Jahrhundert, an Krieg, Bürgerkrieg, Terror, Folter und Menschen im Widerstand wach gehalten zu haben”, so der Senat in seiner Begründung für die Verleihung der Doktorwürden.

Die Universität ehrte heute nicht nur die beiden Künstler. Auch Monika Kircher-Kohl, der Managerin der Infineon Austria, Ewald Werner, Werkstoffwissenschafter der Montanuniversität Leoben und Wolfgang Pöhl, ehemaliger Rektors der Montanuniversität Leoben wurde der Titel “Doktor Honoris Causa” verliehen. Kircher-Kohl hat sich laut Senat als Spitzenmanagerin einen Namen gemacht und ihr Unternehmen in der dramatischen Wirtschaftskrise der letzten Jahre hervorragend geführt. Ewald Werner hat die gemeinsamen Studiengänge “Bachelor Ingenieurwissenschaften” und “Master Materialwissenschaften” mit der Technischen Universität München eingesetzt und Wolfgang Pöhl habe die Universität Salzburg die Einrichtung des gemeinsam mit der Universität Leoben betriebenen Studiums der Ingenieurwissenschaften zu verdanken.

Bei dem Festakt in Anwesenheit von Bundespräsident Heinz Fischer wurden Doris Peckl-Schmid und Irene Holzer “sub auspiciis praesidentis” promoviert. Die beiden jungen Wissenschafterinnen absolvierten ihre gesamte Ausbildung – von der Volksschule bis zum Universitätsabschluss – ausschließlich mit Auszeichnungen.

Die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S) sagte bei diesem universitären Festakt, “Bildung fördern heißt, in die Zukunft zu investieren, in die Zukunft der Studierenden und die Zukunft des Standorts Österreich in der Wissensgesellschaft. Ziel der Forschungspolitik des Landes ist es, im internationalen Wettbewerb der Regionen Salzburg als attraktiven Wissenschafts- und Forschungsstandort stärker zu positionieren”.

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