Grillplätze auf der Donauinsel: Kontrollamt empfiehlt Kostenpflicht

Wenige Wochen vor dem Start in die neue Saison hat das Wiener Kontrollamt einen Bericht zu den städtischen Grillplätzen und Grillzonen im Bereich der Donauinsel vorgelegt - und darin Lob geäußert.

Das öffentliche Grillen hat sich demnach als Freizeitangebot etabliert. Beschwerden gebe es kaum. Probleme machen lediglich Personen, die einen Platz reservieren und diesen dann doch nicht benutzen. Das Kontrollamt empfiehlt darum der Stadt, über eine Kostenpflicht nachzudenken.

16 öffentliche Grillplätze wurden unter die Lupe genommen, zehn auf der Donauinsel und sechs am linken Ufer der Neuen Donau. Es sind dies jene, die von der Magistratsabteilung 45 (Wiener Gewässer) betreut werden. Laut Kontrollamt wurde bei der Anlage darauf Wert gelegt, dass die Plätze zwar leicht zu erreichen sind, aber trotzdem in ausreichender Entfernung von Anrainern liegen.

Aufgrund der Gelegenheit, Grillplätze bereits lange im Vorhinein kostenfrei zu reservieren, werden oftmals mehrere Termine gebucht, aber nicht in Anspruch genommen, wie es in dem der APA vorliegenden Bericht heißt. Die MA45 hat demnach versucht, das Problem durch eine Beschränkung auf zwei Reservierungen pro Person und Quartal zu lösen. Durch Reservierungen von verschiedenen Personen aus der gleichen Gruppe lasse sich diese Schranke jedoch leicht umgehen, heißt es.

Und so regt das Kontrollamt an, “in dieser Hinsicht mit weiteren Überlegungen für eine bessere Nutzung der Grillplätze fortzufahren”. Dafür würden sich Maßnahmen wie zum Beispiel die Einführung einer Kostenpflicht eignen. Reservierungen ohne Einzahlung könnten so nach einem bestimmten Zeitraum wieder aufgehoben werden.

Im Rathaus wird dieser Vorschlag vorerst eher skeptisch gesehen. “Die Grillplätze sollen prinzipiell ein Gratisangebot bleiben”, hieß es auf APA-Anfrage im Büro von Umweltstadträtin Ulli Sima (S). Allerdings: Über einen “Unkostenbeitrag” bei der Reservierung wird nachgedacht. Die Benützung der Platzes – sowie Brennholz bis zu einer bestimmten Anzahl von Personen – soll aber weiterhin gratis bleiben.

Was es ebenfalls heuer wieder geben wird, sind GPM. Hinter dieser im Bericht verwendeten Abkürzung verstecken sich die “Grillplatzmeister”. Ihre Aufgabe besteht vor allem in der Kontrolle der Plätze sowie in der Vermittlung bei Streitigkeiten. Da besonders Migranten gerne die öffentlichen Grillplätze besuchen, verfügen die GPM auch über entsprechende Sprachkenntnisse.

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