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Gold für Franz Stocher

Franz Stocher gewann völlig überraschend das Punktefahren bei den Bahn-Rad-WM in Stuttgart und kürte sich damit nach dem dreifachen Steher-Weltmeister Roland Königshofer zum zweiten rot-weiß-roten Champion.

Exakt zwölf Jahre nach Königshofers letztem Triumph ebenfalls in Stuttgart schloss sich der Kreis für den 34-jährige Stocher, der beim dritten WM-Gold Königshofers schon als WM-Debütant dabei gewesen war.

Pfeiffersches Drüsenfieber im Jänner, Monate langer Ausfall und nur dank einer Wild Card bei den Weltmeisterschaften am Start:
Dementsprechend niedrig waren die Erwartungen des Niederösterreichers vor den Titelkämpfen. “Ob ich super drauf bin, weiß ich nicht. Es fehlt mir ein bisschen an Selbstvertrauen”, meinte Stocher in seiner Vorschau. Am Tag nach dem Gewinn seiner sechsten und wertvollsten WM-Medaille bemühte sich Stocher, dies zu erklären. “Ich habe nicht tief gestapelt, sondern es war eine realistische Einschätzung. Ich konnte mich ja nicht einreihen, weil ich überhaupt keinen Vergleich gehabt habe. Aber eigentlich hatte ich das Jahr schon abgehakt.”

Stocher hat seine eindrucksvolle Verlässlichkeit bei Titelkämpfen ein Mal mehr eindrucksvoll bewiesen: Seit 2000 hat er jedes Jahr zumindest eine Medaille geholt, im Vorjahr wurde er sogar zweifacher Vize-Weltmeister im Punktefahren sowie im Madison mit Roland Garber.

Für den vierfachen Olympia-Teilnehmer gibt es freilich noch Ziele:
Zum Beispiel am Sonntag im Madisonbewerb mit Garber, auch wenn sein Partner nach einem Sturz vor zwei Wochen nicht topfit ist. “Eine Medaille ist sicher auch hier im Bereich des Möglichen“, meint Stocher.

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Franz Stocher

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