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Global 2000 und WWF drängen zu mehr Strom-Transparenz

Heimische Umweltschutzverbände drängen zu mehr Transparenz im Strombereich, damit Stromanbieter nicht mehr den fossilen Importstrom in sauberen erneuerbaren Strom "umdeklarieren" können, wie dies völlig gesetzeskonform möglich ist. Diese Forderung erhob am Mittwoch WWF-Klima- und Energiesprecher Karl Schellmann bei einem erneuten Stromanbieter-Check - den letzten hatte es im Herbst 2018 gegeben.

Global-2000-Energiesprecher Reinhard Uhrig sieht den "Gesetzgeber gefordert, noch transparentere Regeln für die Kennzeichnung der Stromherkunft zu beschließen". Denn derzeit sei es erlaubt, dass importierter Strom aus fossilen Energieträgern mittels zugekaufter Wasserkraft-Nachweise "grün gewaschen" wird und als Ökostrom auf den österreichischen Markt gebracht wird. Auf einer europäischen Ebene müsse die Ausweisung aller Stromquellen vorangetrieben werden - denn nur so könnten Stromkunden eine tatsächlich umweltbewusste Entscheidung treffen, erklärte Uhrig.

Bezüglich eines raschen Fossil-Ausstiegs würden sich die Interessen der Stromkonzerne und der Umweltorganisationen decken, zeigte sich WWF-Vertreter Schellmann erfreut. Die Stromanbieter wünschen sich demnach etwa klare Rahmenbedingungen zur Naturverträglichkeit der geplanten Energiewende. Die rasche Umsetzung des auch im Regierungsprogramm verankerten Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) und des Energieeffizienzgesetzes seien ebenfalls wichtig für die Unternehmen. Das EAG war ja schon von der vorigen Regierung geplant gewesen, dann kam die Ibiza-Affäre dazwischen.

Die Verbesserung des gesetzlichen und regulatorischen Rahmens sei ein klarer Auftrag an die neue Regierung, den diese rasch angehen sollte, wird betont. Stromkunden und -kundinnen könnten aber schon jetzt einen Beitrag zum Erreichen der Pariser Klimaschutzziele leisten, indem sie einen Anbieter wählen, der hohe Klimaschutz- und Naturschutzstandards verwirklicht. Uhrig: "Unser Ranking und die Nachfrage bei den teilnehmenden Stromanbietern ermöglicht es den umweltbewussten KundInnen, zum passenden Stromanbieter zu wechseln - und sich nicht von intransparenten Billig-Schmähs einiger Firmen verwirren zu lassen."

Wichtige Entscheidungskriterien seien auch hier, dass ein klares Bekenntnis zur Transparenz der Stromherkunft sowie dass der weitere Ausbau von erneuerbarem Strom naturverträglich erfolge - und dass Klima- und Naturschutz ausdrücklich in der Firmenstrategie verankert seien.

Die vorliegenden Einschätzungen erfolgten beim "Stromanbieter-Check Nachgefragt", bei dem die bisher teilnehmenden Anbieter noch einmal aktuell befragt wurden. Eine neue umfassende Bewertung im Herbst 2020 soll auch jene Anbieter einbeziehen, die sich zuletzt weniger transparent gezeigt haben. Im Herbst 2018 hatten Global 2000 und WWF bei der damaligen zweiten Präsentation kritisiert, dass ein Drittel des Stroms mit zugekauften Labels "umetikettiert" und "grün gewaschen" werde.

( S E R V I C E : Die aktualisierte Stromanbieter-Bilanz ist zu finden unter bzw. )

(APA)

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