Glawischnig gegen Biotreibstoff E10

Die Grüne Bundessprecherin Glawischnig hat sich am Mittwoch in Klagenfurt vor Journalisten gegen den Biotreibstoff E10 ausgesprochen. Angesichts der Getreidepreise müsse Österreich aus dem Projekt aussteigen, so die Forderung an Landwirtschaftsminister Berlakovic. Auch SPÖ, FPÖ und BZÖ hatten sich bereits kritisch gegenüber der für Herbst geplanten Einführung geäußert.
Berlakovich alleine auf weiter Flur
Kritik an E10-Plan


Dass ein Fünftel der Getreideernte in die Energieproduktion fließe, während viele Menschen unter Hunger leiden, “geht nicht”, meint Glawischnig. Außerdem forderte sie ein europaweites Moratorium zu dem Thema.

Auch der ÖAMTC wendet sich nun von E10 ab. Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, warnt vor einem “Rohrkrepierer”. “Dass man bei E10 nun den zusätzlichen Ethanolanteil voll mit Mineralölsteuer belegen will, kann man keinem Konsumenten erklären. Unter diesen Umständen wird der Club seinen Mitgliedern vom Tanken des teureren Bio-Kraftstoffes E10 abraten”, so Wiesinger.

Die FPÖ rief heute zu einer “überparteilichen Allianz in Sachen Agrotreibstoff” auf. FPÖ-Vizeparteiobmann Norbert Hofer: “Ein Wettbewerb zwischen Teller und Tank ist mit allen Mitteln zu vermeiden.”

Bei dem Kraftstoff E10 werden normalem Treibstoff etwa ein Zehntel aus Getreide gewonnenes Ethanol beigemischt. Die Einführung des Treibstoffs war als Maßnahme zur Erhöhung des Anteils von erneuerbaren Energien gedacht. Mittlerweile gilt aber die Herstellung von Energie aus Getreide als eine Ursache für steigende Lebensmittelpreise.

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