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Gesundheitssystem an Schnittstellen kurieren

Die Gesundheitssprecherin der SPÖ, LAbg. Elke Sader, möchte das Gesundheitssystem an den Schnittstellen zwischen niedergelassenen Ärzten und Spitälern sanieren.

An den Grundzügen des im internationalen Vergleich guten und relativ kostengünstigen österreichischen Systems will die praktizierende Gynäkologin festhalten, Verbesserungen im Schnittstellenbereich hält der SPÖ-Politikerin allerdings für erforderlich. Das betonte Sader heute, Dienstag, in einem Pressegespräch in Bregenz.

Dem Argument der Regierungsparteien ÖVP und FPÖ, wonach die hohen Kosten des Gesundheitssystem und der sozialen Selbstverwaltung radikale Veränderungen etwa in Richtung neuer Selbstbehalte und weiterer Privatisierungen erforderten, hält Sader entgegen, dass die Kosten des „sehr guten“ österreichischen Gesundheitswesens 8,2 Prozent des BIP ausmachen. Im Vergleich dazu mache dieser Anteil am Bruttoinlandsprodukt in der Schweiz 9,0 oder in Deutschland 10,6 Prozent aus. Im Kosten-Leistungsvergleich sei Österreich in einer „guten Situation“, eine grundlegende Änderung des Systems sei daher nicht notwendig, argumentierte Sader.

Zu verbessern sei allerdings der Übergang vom niedergelassenen zum stationären Bereich und umgekehrt. Im Zeitalter der Telekommunikation müsste es möglich sein, bei Krankenhaus-Einweisungen oder Entlassungen die ärztlichen Befunde, Begleitbriefe und Abschlussberichte viel rascher als derzeit zu übermitteln. Ein Ansatz für ein lückenloses Entlassungsmanagement wäre beispielsweise ein Honorar, wenn der einweisende Haus- oder Facharzt dem Patienten kurz vor der Entlassung im Krankenhaus eine Visite abstatte.

Regionale Krankenhäuser dürfen nach den Vorstellungen der SPÖ-Politikerin nicht geschlossen werden, der weitere Abbau von Akut-Betten ist laut Sader „hintanzuhalten“. Die Vorschläge der Ländle-SPÖ sehen u.a. auch die Vernetzung der Pflegedienste und Vermehrung der Pflege-Betten oder die Möglichkeit für fachärztliche Gruppenpraxen vor.

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