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Gesundheitsminister Rauch empfiehlt die Grippe-Impfung für Babys, Kinder und ältere Menschen.
Gesundheitsminister Rauch empfiehlt die Grippe-Impfung für Babys, Kinder und ältere Menschen. ©APA/HANS KLAUS TECHT

Gesundheitsministerium schlägt wegen Grippewelle Alarm

Bereits jetzt ist die Zahl der Grippefälle in Österreich deutlich höher als der Maximalwert der letzten beiden Grippesaisonen. Das Gesundheitsministerium warnt deshalb vor der bevorstehenden Grippewelle.
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Die AGES schätzt die Zahl der aktuell an Influenza und grippeähnlichen Infekten laborierenden Menschen auf 2.700 pro 100.000 Einwohner. In der vergangenen Woche wurden dem Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien 70 Fälle von Influenza aus ganz Österreich gemeldet, mehr als vier Mal so viele wie in der Woche zuvor.

Grippewelle kostet jährlich mehr als 1.000 Menschen das Leben

15 von 100.000 Menschen in Österreich sterben im Durchschnitt jedes Jahr an der "echten" Grippe, das entspricht laut Gesundheitsministerium mehr als 1.000 Todesfällen pro Jahr. Die Zahl schwankt aber je nach Virusvariante stark. Bei der bisher letzten großen Influenzawelle im Winter 2016/17 wurde die Zahl der Todesopfer auf über 4.000 geschätzt.

Gesundheitsministerium empfiehlt Grippe-Impfung für Babys, Kinder und ältere Menschen

Im Gegensatz zu Corona erkranken nicht nur Personen ab 60 und Risikopersonen schwer an Influenza, sondern auch Säuglinge und Kleinkinder. Deshalb wird auch den ganz Jungen eine Impfung besonders empfohlen. Der Impfstoff gegen Influenza wird jährlich an die zirkulierenden Viren angepasst. Die bisher durchgeführten Analysen zeigen eine gute Übereinstimmung. Impfprogramme sind bereits in allen Bundesländern gestartet.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bereitschaft zur Impfung aber etwas gesunken. Seit August wurden rund 340.000 Influenza-Impfungen in den e-Impfpass eingetragen, im selben Zeitraum 2021 waren es rund 430.000. Die tatsächliche Zahl dürfte aber jeweils höher liegen, weil die Eintragungen nach wie vor nicht lückenlos erfolgen.

Grippewelle kann Gesundheitssystem stark belasten

Eine Influenza-Welle führe zu einer hohen Belastung des Gesundheitssystems und könne binnen weniger Wochen eine hohe Anzahl an Todesopfern verursachen, warnte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne). "Wir haben es selbst in der Hand, schwere Erkrankungen und viel Leid zu verhindern."

(APA/Red)

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