AA

Geplanter Neustart des BZÖ fehlgeschlagen

Das BZÖ hoffte auf einen Neustart durch die Kandidatur von Ulrike Haider-Quercia.
Das BZÖ hoffte auf einen Neustart durch die Kandidatur von Ulrike Haider-Quercia. ©APA
Der versuchte Neustart des BZÖ bei der Europawahl 2014 schlug fehl. Ulrike Haider-Quercia, Tochter des verstorbenen Parteigründers Jörg Haider, kandidiert nun doch nicht.
Haider-Tochter kandidiert nicht

Es war eine kleine Sensation, als der neue Obmann Gerald Grosz, wenige Monate nach der Neuaufstellung seiner Partei Ulrike Haider-Quercia als Spitzenkandidatin des BZÖ bei der Wahl zum Europaparlament präsentieren konnte. Umso überraschender, dass nun ausgerechnet ihr Rückzug Grosz den versuchten Neustart der Orangen verpatzt.

BZÖ des Öfteren in Turbulenzen

In Turbulenzen befand sich die 2005 von Jörg Haider nach einer Abspaltung von der FPÖ gegründete Partei des öfteren. So auch vor der Nationalratswahl 2013, bei der Parteiobmann Josef Bucher eigentlich sein “Meisterstück” vollbringen wollte.

Zunächst gingen Bucher durch die Gründung des Team Stronach mehrere Abgeordnete verlustig. Hinzu kam dann interne Kritik an Buchers liberaler Ausrichtung und seinem Wahlkampf durch den damals noch einzigen orangen Europaabgeordneten Ewald Stadler sowie den stellvertretenden Klubchef Stefan Petzner.

Versuchter BZÖ-Neustart fehlgeschlagen

Der Plan, am 29. September 2013 den Wiedereinzug in den Nationalrat zu schaffen, ging schief, das BZÖ musste seine Sitze im Parlament räumen. Stadler und Petzner sahen sich in ihrer Kritik am Parteiobmann bestätigt, habe dieser doch ihre Warnungen in den Wind geschlagen. Die beiden hielten sich dann, wenige Tage nach der verlorenen Wahl, nicht mehr zurück, und das Ganze gipfelte in Buchers Rücktritt. D

er steirische Landesobmann Gerald Grosz, der in diesen turbulenten Tagen zunächst noch kalmierend aufgetreten war, übernahm rasch das Ruder und wurde bereits im Oktober zum neuen Bundesobmann gekürt. Grosz betonte schon damals, das BZÖ wieder in den EU-Wahlkampf schicken zu wollen.

Haider Tochter kandidiert nicht bei EU-Wahl

Drohte das BZÖ nach dem verpassten Wiedereinzug in den Nationalrat in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, verschaffte die Bekanntgabe Ulrike Haider-Quercias Ende Februar als Spitzenkandidatin zumindest gehörige Aufmerksamkeit. Mit Jörg Haiders Tochter sollte das schwierige Kunststück gelingen, in das EU-Parlament einzuziehen. Nun kandidiert sie doch nicht.

Alle Informationen zur EU-Wahl 2014 finden Sie in unserem Special.

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Europawahl
  • Geplanter Neustart des BZÖ fehlgeschlagen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen