Gemeinsames Anliegen: Vorarlbergs Lebensqualität

Erstmalig wurde für eine Landtags-Enquete die Meinung der Bürgerinnen und Bürger verlangt. Der Vorarlberg Landtag lud im Zuge der Enquete "Wir sparen beim Wachstum, dafür leben wir besser! Vorarlberg auf dem Weg zur nachhaltigen Region" die Vorarlberger Bevölkerung ein mitzudiskutieren.

Lebensqualität braucht gute Zukunftsperspektiven

Im Vorfeld der heutigen Landtags-Enquete wurde am 7. und 8. Oktober ein BürgerInnen-Rat durchgeführt. Diese Ergebnisse wurden bei der Landtags-Enquete vor einem gut 150 Personen umfassenden Publikum, bestehend aus Politikerinnen und Politikern sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern präsentiert. Die 13 Bürgerinnen und Bürger des Rates sind sich einig: Lebensqualität braucht gute Zukunftsperspektiven. Melitta Libiseller aus Dornbirn, eine der 13 Bürger-Räte, formuliert pointiert: “Lebensqualität ist für mich, wenn mein Kind gute Zukunftsperspektiven hat.” Darauf aufbauend formulierten die 13 zufällig Ausgewählten als wesentliche Themen zur Sicherung der Lebensqualität in Vorarlberg: Die Zukunft unserer Kinder, ein verbessertes Bildungssystem, der Erhalt der natürlichen Ressourcen und die stärkere Mitbestimmung der Bevölkerung in der Politik zu verankern.

Zu diesen Themen wurden verschiedenste Umsetzungsmöglichkeiten von den Beteiligten diskutiert. Angefangen von der Stärkung der Kinder und Familien sowie der Förderung des generationen-übergreifenden Zusammenhalts, bis hin zur Einführung der Gesamtschule und einer stärkeren Praxisorientierung des Bildungssystems. Eine wesentliche Grundvoraussetzung dafür ist es laut BürgerInnen-Rat, dass die Mitbestimmung und Beteiligung der Bevölkerung gefördert wird. Melitta Libiseller befindet Beteiligungsmöglichkeiten wie den BürgerInnen-Rat dafür als wesentlich: “Der BürgerInnen-Rat ist hoch interessant. Ich hatte das Gefühl, dass meine Stimme als Bürgerin gehört wurde. Es ist fast ein Muss, dass der BürgerInnen-Rat ein Fixpunkt in der Politik wird.” Und Anton Schneider aus Bludenz meint: “Der BürgerInnen-Rat ist eine inhomogene Gruppe. Die Verschiedenheit macht auch den Reiz beim Prozess aus. Das, was die Personen gesagt haben, das leben sie auch und darin besteht der große Unterschied vom BürgerInnen-Rat zu anderen Gremien.”

Der deutsche Sozialwissenschafter und Jurist Meinhard Miegel, Vorstandsvorsitzender der “Denkwerk Zukunft – Stiftung kulturelle Erneuerung”, Bonn, steuerte unter dem Titel “Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Vom Ende einer Trias” einen fachlichen Input zur Enquete bei. Miegels Vorschläge zielen darauf ab, “die tradierte Arbeitnehmergesellschaft zu überwinden und eine eigenverantwortliche Bürgergesellschaft aufzubauen.” Im Rahmen des Denkwerks Zukunft plädierte er für eine Zurückdrängung der Wachstumsideologie und die Schaffung einer zukunfts- und verallgemeinerungsfähigen Kultur.

An der Landtagsenquete nahmen neben Landtagspräsidentin Mennel auch Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Landesstatthalter Markus Wallner, die Landesräte Erich Schwärzler, Karlheinz Rüdisser und Andrea Kaufmann, sowie die Landtagsvizepräsidenten Gabriele Nußbaumer und Ernst Hagen, teil.

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OTS0258 2011-10-14/16:30

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