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Geldregen aus EU-Töpfen?

Symbolbild &copy Bilderbox
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WKW-Präsidentin Jank hofft auf EU-Mittel für Wien - Teile von Landstraße, Simmering, Donaustadt und Liesing könnten Fördergebiet werden - 12.300 Betriebsübergaben in kommenden zehn Jahren.

Wiens Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank ortet Chancen auf EU-Mittel für die Bundeshauptstadt. Die Neuregelung des Beihilfenrechts Ende 2005 beschere Wien erstmals die Möglichkeit, auch nationale Fördergelder zu beziehen. Außerdem könnten bis zu 70 Mio. Euro aus den Mitteln der Strukturfonds lukriert werden.

“Alles daran setzen”

Mittlerweile obliege es den EU-Mitgliedsländern, in ihrem Gebiet in bestimmten Regionen Beihilfen zu gewähren. Dies müsse nun zwischen den zuständigen Bund- und Länder-Vertretern verhandelt werden. Unter anderem wegen der hohen Arbeitslosigkeit sollten Teile Wiens als beihilfefähig definiert werden, forderte Jank. Dazu zählte sie im Bezirk Landstraße den Erdberger Mais, die Achse Flughafen in Simmering, das Asperner Flugfeld in der Donaustadt und das Industriegebiet Liesing. Sie verlangte, „dass die Verhandler alles daran setzen müssen, um das zu ermöglichen“, so die Kammer-Chefin.

Außerdem sei zu erwarten, dass Österreich nach der Einigung zum EU-Budget aus den Mitteln der Strukturfonds insgesamt 912 Mio. Euro erhalten werde. Es müsse möglich sein, Wien davon zwischen 50 und 70 Mio. Euro zu sichern, meinte Jank. In beiden Fällen sollten die Verhandlungen bis zum Sommer abgeschlossen sein.

28 Prozent der Betrieb werden Besitzer wechseln

Ein weiterer wesentlicher Punkt für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Wien seien die zahlreichen Betriebsübergaben, die in den kommenden zehn Jahren anstünden, betonte Jank. 12.300 Unternehmen mit 110.000 Arbeitsplätzen sollen in dieser Zeit den Besitzer wechseln – vor allem in den Sparten Handel und Gastronomie. Dies entspräche 28 Prozent der Klein- und Mittelbetriebe der Bundeshauptstadt.

Die Weitergabe an Dritte sei in Wien mittlerweile der stärkste Bereich vor der Übergabe innerhalb der Familie oder einem Management-Buy-Out. Während in Gesamtösterreich 55 Prozent der Betriebsübergaben innerhalb der Familie abliefen, seien dies in Wien – wie bei Städten international üblich – lediglich ein Drittel, so Jank.

Mit der seit einigen Jahren bestehenden Nachfolgebörse der Wirtschaftskammer wolle man Hilfestellung leisten, so deren Präsidentin. Das Spektrum reicht von der Beratung, über das Zur-Verfügung-Stellen einer Plattform bis hin zum Zinszuschuss bei Krediten. So liege die Überlebensquote der beratenen Unternehmen nach fünf Jahren bei 96 Prozent – gegenüber 75 Prozent bei Neugründungen.

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