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Gautschfeier der "Graphischen": Es wird nass für ca. 30 Absolventen und die Ehrengäutschlinge ...

Trotz Internet und Cyberspace besinnt sich die Druckbranche immer nach Abschluss einer Lehr- oder Studienzeit auf eine Jahrhundert alte Tradition. Dazu gehört auch das Gautschen.

Die Gautschfeier der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt (dzt. im Ausweichquartier Schellinggasse 13, 1010 Wien), Abteilung Druck und Medientechnik, findet am
21. September 2007, um 10 Uhr
vor dem Technischen Museum Wien (1140 Wien, Mariahilfer Straße 212) statt.

Ehrengäste und damit Ehrengäutschlinge:
Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner
Thomas Cvetko, Rank Xerox Austria.

Im Rahmen dieser großen Feier in historischen Gewändern, werden in Anwesenheit der Schulgemeinde, der Eltern, Vertreter der Wirtschaft und Freunden 30 ausgelernte Schülerinnen und Schüler einer gründlichen Wassertaufe unterzogen. Auch die oben genannten Ehrengäutschlinge müssen sich dieser Tauf unterziehen.

Bei diesem Spektakel dreht sich alles um die Kornuten, die Absolventen der Abteilung Druck & Medientechnik, die noch nicht gegautschten Gehilfen. Die Packer greifen den ersten Kornuten trotz Gegenwehr unter dem Beifall der Zuseher und Gäste. Dann wird der Kornute zum Gautschtrog getragen. Der Schwammhalter sorgt dafür, dass der Schwamm mit kaltem Wasser voll gesaugt ist und drückt ihn über den Kornuten aus. Zuguterletzt werden die Kornuten mit Schwung in den mit Wasser gefüllten Trog geworfen. Nach dieser Tortur wird mit einem ehrenvollen Trunk aus dem Humpen der Akt mit dem Gautschmeister besiegelt. Anschließend wird den Kornuten im Festsaal des Technischen Museum Wien der Gautschbrief übergeben. Nach diesem Ritual sind die Jünger Gutenbergs mit allen Rechten und Pflichten in die Schwarze Zunft aufgenommen.

Im 17. und 18. Jahrhundert war die Gautschfeier erst der richtige Abschluss der Lehrzeit, denn nur der, der einen Gautschbrief vorweisen konnte, wurde von den Gesellen und Meistern als ihresgleichen anerkannt.
Die Bezeichnung Gautschen ist der Fachsprache der Papiermacher entnommen. Man versteht darunter das Zusammenpressen der Papierbahn zum Zwecke der Entwässerung.

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