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Gasleitung angebohrt: Arbeiter hielten Loch mit Fingern zu

Einen Gas-Unfall im Wiener Bezirk Ottakring wollten Arbeiter einer Baufirma am Montagnachmittag „manuell“ beheben.

Nachdem die Männer irrtümlich eine Steigleitung in einem Wohnhaus angebohrt hatten, versuchten sie das Loch provisorisch mit den Fingern zuzuhalten. „Kurzzeitig hat Explosionsgefahr bestanden“, sagte Werner Turetschek von der Hauptfeuerwache Hernals zur APA. Ein Störtrupp von Wiengas rückte schließlich mit Spezialwerkzeug aus und schloss die Hauptsperreinrichtung. Zehn Bewohner mussten evakuiert werden.

Die Einsatzkräfte wurden um 14.50 Uhr zu dem Gebäude in der Römergasse 72 gerufen. Bei Kontrollmessungen stellte die Feuerwehr bedrohliche drei bis fünf Volumsprozent Gaskonzentration fest und räumte unter Atemschutz das Wohnhaus und ein Nagelstudio. Ein Büro im Erdgeschoss wurde für eine Kontrolle der Einsatzkräfte aufgebrochen. Zehn Personen wurden vorübergehend in Rettungswagen untergebracht. Ein älterer Mann musste auf einer Trage ins Freie transportiert werden. Verletzt wurde niemand.

Der Versuch der Arbeiter, das Leck im Gang des Erdgeschosses zuzuhalten, war nicht gelungen, da die Stelle in einer Mauer lag und das Gas durch den Verputz hindurch weiterhin ausströmte, sagte der Feuerwehrmann. Auch die Einsatzkräfte konnten das Gas zunächst nicht abdrehen, weil ein Hahn defekt und das Absperrventil in schlechtem Zustand war.

In dem Nagelstudio musste die Feuerwehr auf Grund der hohen Gaskonzentration eine Belüftungsanlage aufbauen. Die Feuerwehr rückte gegen 15.30 wieder ein, die Bewohner konnten in das Haus zurückkehren.

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