Gaddafi: Verzicht auf Massenvernichtungswaffen

Libyens Machthaber Gaddafi hat bei einem Treffen mit dem Leiter der Internationalen Atomenergie-Organisation, El Baradei, den Verzicht seines Landes auf Massenvernichtungswaffen bekräftigt.

Gaddafi habe seinen Willen zur Zerstörung der Massenvernichtungswaffen wiederholt und sich für die Nichtverbreitung derartiger Waffen im Nahen Osten ausgesprochen, sagte ein IAEO- Sprecher.

Gaddafi habe Baradei am Montag in Tripolis eine halbstündige Audienz gewährt. Dabei habe der libysche Revolutionsführer auch gesagt, er wolle ein neues Kapitel in der Geschichte seines Landes aufschlagen und die soziale und wirtschaftliche Entwicklung Libyens voranbringen.

Baradei war am Montagabend nach einem dreitägigen Besuch in Tripolis wieder am IAEO-Sitz in Wien eingetroffen. Gemeinsam mit Experten der UN-Behörde hatte er libysche Atomanlagen besichtigt und Gespräche mit Verantwortlichen geführt. Libyen hatte vor mehr als einer Woche überraschend seinen Verzicht auf Massenvernichtungswaffen bekannt gegeben und angekündigt, das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag zu unterzeichnen.

Laut Baradei wollte Libyen sich von Montag an so verhalten, als sei das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag bereits in Kraft. Das Protokoll erlaubt unangekündigte Inspektionen von Atomanlagen.

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