"Funkenbrauch in Vorarlberg verbindet und wirkt identitätsstiftend"

Jedes Jahr am Samstag bzw. Sonntag nach Aschermittwoch werden in allen Teilen Vorarlbergs traditionell Funken abgebrannt. Fachmännisch aufgestellt werden sie von freiwillig Engagierten, die oft in Funkenzünften organisiert sind. Der Einladung des Landes zu einem Danke-Abend ins Festgelände der Brauerei Frastanz sind am Mittwoch (12. September) rund 450 Funkenbauer aus ganz Vorarlberg gefolgt. "Der tatkräftige Einsatz um unser Brauchtum verdient Anerkennung und Wertschätzung", betonte Landeshauptmann Markus Wallner.


Weit mehr als eine schöne Tradition

Das alljährliche Funkenabbrennen in Vorarlberg zu Beginn der Fastenzeit sei weit mehr als das Festhalten an einer schönen Tradition, bekräftigte Landeshauptmann Wallner, der selbst in einer Funkenzunft aktiv ist. “Die Funkenbauer und Funkenzünfte leisten einen wichtigen Beitrag für ein lebendiges, aktives Miteinander in Vorarlbergs Ortschaften. Viele Stunden werden in der Freizeit investiert, um Funkenfeste als Gemeinschaftserlebnisse für die ganze Familie zu organisieren”, so Wallner. Bei den Funkenfeuern handle es sich um ein bewahrenswertes Kulturgut. “Der Funkenbrauch in Vorarlberg verbindet Generationen und wirkt zudem identitätsstiftend”, sagte der Landeshauptmann. Bestätigt wird die kulturelle Attraktivität der heimischen Funkentradition für Wallner auch dadurch, dass jedes Jahr eine andere Zunft den alemannischen Brauch in die Bundeshauptstadt trägt und die in Wien organisierten Funken auf beachtliches Interesse nicht nur auf Seiten der in Wien lebenden Landsleute sondern auch vieler Gästen stoßen. “Die Funken sind quasi ein kultureller Exportschlager. Der Brauchtumstransfer nach Wien hat funktioniert”, freute sich der Landeshauptmann.

Fester Bestandteil im Gemeindeleben

Der Bürgermeister von Frastanz, Eugen Gabriel, nützte den Anlass, um sich vor allem bei den Funkenzünften seiner Marktgemeinde zu bedanken. “Die Funkenbauer mit ihren alljährlichen Funkenfesten sind fester Bestandteil im Gemeindeleben von Frastanz. Sie schaffen damit einen Treffpunkt für Jung und Alt. Für dieses ehrenamtliche Wirken gebührt allen Aktiven ein großes Dankeschön”, so Gabriel.

Seit dem Jahr 2010 ist der Vorarlberger Brauch des Funkensonntags im Verzeichnis der UNESCO-Liste Immaterielles Kulturerbe in Österreich vermerkt. Hanno Platzgummer, Direktor des Stadtmuseums Dornbirn, hat damals für die Funkenzunft Oberdorf den Antrag gestellt und berichtete bei der Veranstaltung über die erfolgte Aufnahme. Für gute Stimmung und beste Unterhaltung sorgten an diesem Abend die Kabarettistin Maria Neuschmid und die All Right Guys.

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OTS0263 2012-09-12/23:59

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