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Frühgeschichte des Films im Prater

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Unter dem Titel „Prater Kino Welt - Filmvergnügen im alten Prater“ erinnert das Pratermuseum im Planetarium an die Früh- und Vorgeschichte des Films und Kinos in Wien. Link: Mehr Infos zur Ausstellung

Die Ausstellung ist Teil eines großen Kooperationsprojekts von Wien Museum und Filmarchiv Austria, zu dem auch ein Prater Filmfestival sowie eine Buch- und DVD-Veröffentlichung zählen. Im Zentrum steht der Prater als „ein ganz wichtiger Gründungsmythos der Kinematographie Österreichs“, wie Filmarchiv-Leiter Ernst Kieninger bei der Presseführung am Donnerstag betonte.

7 Großkinos im Prater in den 20er Jahren

Im Prater präsentierte erstmals 1896 Gabor Steiner einen „Cinematographe“ als „Edisonoskop“. Spätestens in den 20er Jahren, so Kieninger, wies der Prater mit sieben Großkinos dann eine Dichte an Kinobetrieben auf, die seinesgleichen in Wien suchte, und die erst mit der großen Praterzerstörung 1945 ein Ende fand.

In die ständige Schausammlung des Pratermuseum integrierte „Interventionen“ dokumentieren, wie diese Paläste mit ihren pompösen, neobarocken Fassaden, etwa das „Krystall-Kino“ mit seinen markanten Zwiebeltürmen, auch die Silhouette des Praters prägten, und erzählen ihre Vorgeschichte und die ihrer Betreiber. Zusätzlich führt ein „Kinospaziergang“ an die historischen, mit Informationsstelen markierten Kino-Standorte in Prater.

Interaktive Ausstellung und selbst ausprobieren

In einem zweiten Teil der Ausstellung kann der Besucher spektakuläre Vorläufer des Kinos ausprobieren: den 1895 auf den Markt gebrachten Mutoskope-Automaten, ein kurbelbetriebenes Guckkasten-Daumenkino für einen Zuschauer, und das Kaiser-Panorama, das mit Stereoskopiefotografien insbesondere von Landschaften zu einem Massenmedien der Jahrhundertwende wurde. Miniaturen aus der Frühzeit des Kinos wie die raren Aufnahmen einer Schaustellung des sibirischen „Rumpfkünstlers“ Nikolai Kobelkoff, der mit einer Wiener Schaustellertochter eine noch heute bestehende Praterdynastie und ein Wanderkino gründete, illustrieren besonders deutlich die Anfänge des Kinos im Jahrmarktsmilieu.

Buch und DVD erhältlich

Begleitend ist im Filmarchiv der Band „Prater Kino Welt. Der Wiener Prater und die Geschichte des Kinos“ (24,90 Euro), herausgegeben von Christian Dewald und Werner Michael Schwarz, erschienen. Auf seiner DVD „Der Wiener Prater im Film“ (24,90 Euro) veröffentlicht das Filmarchiv erstmals seine historische Praterfilmsammlung. Und auf der Kaiserwiese, vor der beeindruckenden Kulisse des Riesenrads, präsentiert das Prater Filmfestival ab heute Abend bis 31. Juli Filme, die im oder über den Prater gedreht wurden, sowie Streifen, die Vergnügungsparks zum Schauplatz haben, vom „Cabinet des Dr. Caligari“ aus dem Jahr 1920 bis zu Brad Andersons „The Machinist“ von 2004.

Für Wien Museum-Direktor Wolfgang Kos bietet die Ausstellung, die während des Filmfestivals jeweils bis 21.30 Uhr geöffnet ist, auch die Chance, „den Scheinwerfer“ auf die im Planetarium versteckte Außenstelle seines Hauses zu richten – in der Hoffnung, das Pratermuseum irgendwann an einem prominenteren Platz im Zentrum des Praters unterzubringen. Zugleich sei das Projekt insgesamt eine Investition in die Zukunft des Praters. „Der Prater hat nur dann eine Zukunft, wenn er seine Vergangenheit als Atout ausspielt.“

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