Frauenleiche im Neusiedler See: Such-Hund führte zu tatverdächtigem Wiener

Die Ermittler bei der Hütte des tatverdächtigen Wieners am Neusiedler See.
Die Ermittler bei der Hütte des tatverdächtigen Wieners am Neusiedler See. ©APA
Neues im Fall der Frauenleiche im Neusiedler See: Offenbar sind die Ermittler dank eines Suchhundes auf den mutmaßlichen Täter aus Wien gekommen. Laut einer Gratis-Tageszeitung soll der Vierbeiner bei jener Seehütte angeschlagen haben, deren Besitzer die Tat gestanden haben soll. Die Staatsanwaltschaft hielt sich zu den Informationen bedeckt.
Identität weiter unklar
Wiener in U-Haft
Suche wieder aufgenommen
Suche unterbrochen
Weitere Leichenteile entdeckt
Torso gefunden

“Es wird am Mittwochvormittag eine Pressekonferenz der Landespolizeidirektion Burgenland und der Staatsanwaltschaft Eisenstadt geben, wo wir über den aktuellen Ermittlungsstand informieren werden”, sagte der Leiter der StA, Johann Fuchs, heute, Montag, zur APA. Ob es sich bei jenem Mann, über den am Sonntag die Untersuchungshaft verhängt worden ist, nun auch tatsächlich um diesen Seehüttenbesitzer handelt, blieb zunächst offen.

Leichenteile im Neusiedler See: Hund schlug bei Hütte des Wieners an

“Heute” berichtete in der Montagausgabe, dass der Verdächtige – ein 63-Jähriger angeblich einschlägig vorbestrafter Mann – am Freitag in seiner Wohnung in Wien-Brigittenau festgenommen worden sei. Er soll dort die Leiche zerteilt und die inneren Organe entnommen haben.

Der 63-Jährige wollte angeblich erst kürzlich das von seiner Mutter geerbte Seeanwesen verkaufen und soll sich an einen Makler gewandt haben. “Da wird mir gleich nachträglich noch schlecht”, schilderte der Immobilienmakler gegenüber “Heute” seinen Besichtigungstermin am See vor einer Woche. Der Verdächtige habe ihm von seiner Zeit im Gefängnis erzählt und gemeint, dass er mit der Hütte nichts anfangen könne und dafür 80.000 Euro haben wolle, erinnerte er sich. Auffälligkeiten habe er bei dem Mann – abgesehen von einem schlechten Gang wegen eines Diabetikerfußes – nicht bemerkt.

Zerstückelte Frauenleiche bereits seit Monaten im Neusiedler See

Der Beschuldigte soll erstmals wegen Totschlags und 1995 wegen Vergewaltigung zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden sein. Aus diesen zwölf Jahren seien laut “Heute” jedoch knapp 21 Jahre geworden, da der Mann im Maßnahmenvollzug so lange untergebracht war, bis ihn zwei Experten für ungefährlich hielten. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Der Torso war am 13. April entdeckt worden. Taucher der Spezialeinheit Cobra waren ebenfalls tagelang im Einsatz wie auch Suchhunde. Kopf, Unterarme ohne Hände sowie ein Ober- und ein Unterschenkel wurden seither entdeckt. Hände, Füße sowie ein Bein fehlten zunächst noch. Die zerstückelte Frauenleiche dürfte bereits seit Monaten im See gelegen sein.

Mutmaßlicher Täter geständig

Der mutmaßliche Täter habe das Opfer, eine slowakische Prostituierte, laut eigener Aussage um die Mittagszeit am Westbahnhof getroffen und mit nach Hause genommen. Als er “kuscheln” wollte, habe die Frau zu schreien begonnen und er sie in Panik gewürgt. “Das Ganze ist aus dem Ruder geraten”, bestätigte Wagner Medienberichte.

Mutter besaß Seehütte in Rust

Der 63-Jährige habe zugegeben, dass er die Frau zersägt und abtransportiert habe – ins Burgenland nach Rust, wo seine Mutter eine Seehütte besessen hatte. Nach der Tat habe er sich nicht mehr anders zu helfen gewusst: “Ungeschehen konnte er es nicht mehr machen, aber versenken konnte er.” Eine Versenkung sei auch ein symbolischer Akt.

(APA/Red)

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