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FPÖ-Spitzenkandidat Landbauer im Interview zur Causa Liederbuch: "Bin kein Musikhistoriker"

Udo Landbauer zur Causa Liederbuch im ORF-Interview
Udo Landbauer zur Causa Liederbuch im ORF-Interview ©ORF TvThek (Screenshot)
Der niederösterreichische FPÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer hat am Mittwochabend in einem ORF-Interview in der "Zeit im Bild 2" Stellung zur Causa Liederbuch genommen, die seit Tagen die österreichische Medienlandschaft dominiert. Landbauer war bis vor kurzem Mitglied Burschenschaft "Germania", die ein Liederbuch mit Nazi-verherrlichenden Liedern in Gebrauch hatte.
Vorwürfe gegen Landbauer
Rücktrittsaufforderungen
SPÖ zur Causa Liederbuch
Van der Bellen übt Kritik
Landbauer zu Vorwürfen

Im Gespräch mit Journalist Armin Wolf erläuterte Landbauer zunächst, das Buch in der “Grundform” zu kennen, jedoch von jener der Stadtzeitung “Falter” vorgelegten Version (“Altversion”) nichts zu wissen.

Landbauer im Interview mit Armin Wolf zur Causa Liederbuch

Landbauer pocht auf eine interne und in erster Linie auch gerichtlichen Aufklärung. Der niederösterreichische Spitzenkandidat der Freiheitlichen, der 17 Jahre lang Mitglieder der “Germania” war, sagte zudem, angesprochen auf die Verwendung des offiziellen Liederbuches der Burschenschaft und zugleich zur “Entmystifizierung” der Studentenverbindung: “Es geht primär darum, den jungen Schülern in diesem Fall etwas beizubringen. Das ist Nachhilfe – so wie ich auch zum Bund gekommen bin – das sind auch Vorträge, die abgehalten werden, zu allen möglichen Themen, wo ich selbst organisiert habe, Rhetorikkurse für junge Mitglieder, et cetera.” Landbauer selbst war nie “ein guter Sänger” und habe sich daher auch nicht “intensiv damit befasst”, zudem treffe man sich nicht jeden Tag, um “aus diesem Liederbüchlein” zu singen.

Angesprochen auf weitere Lieder des über 200 Seiten umfassenden Buches – das “Fallschirmjägerlied”, “Lied der Legion Condor” und “Negeraufstand in Kuba” wurde von Wolf erwähnt – und erfolgter oder nicht erfolgter Zensur bedenklicher Textzeilen stellte Landbauer fest: “Für mich ist ganz klar, dass diese Texte nicht gesungen wurden. Ich bin auch kein Musikhistoriker und das kann ich Ihnen jetzt auch nicht genauer erklären”.

Van der Bellen: FPÖ-Kandidat Landbauer muss von NS-Lied gewusst haben

Bundespräsident Alexander Van der Bellen glaubt nicht, dass der niederösterreichische FPÖ-Spitzenkandidaten Udo Landbauer nichts von den Nazi-verherrlichenden Liedern der Burschenschaft “Germania” gewusst habe. “Das müssen ja alle Mitglieder dieser Burschenschaft gewusst haben, was in diesem Liederbuch gestanden ist, auch der Vize-Obmann muss das gewusst haben”, so Van der Bellen in Straßburg.

Er habe seinen “Augen nicht getraut”, als er diese Texte gelesen habe und dass es möglich sei “auf diese Weise in einem Lied den Massenmord zu verhöhnen”, sagte der Bundespräsident gegenüber dem ORF am Rande eines Besuchs im Europarat. Die Frage nach einem Rücktritt Landbauers bezeichnete er als “eine wichtige Frage”, aber genauso wichtig seien die Fragen, “was ist das überhaupt für ein Verein, wie viel Wiederbetätigung liegt hier vor?”. Er wolle sich nicht in den niederösterreichischen Landtagswahlkampf einmischen, so Van der Bellen. “Mir geht es um übergeordnete Fragen, wie ist es möglich, dass heute in einem regulären Verein ein solches Gedankengut offensichtlich vertreten wird.”

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(APA/Red.)

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