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FPÖ in Umfragen voran

Kanzler Strache?
Kanzler Strache? ©APA
Die Freiheitlichen wären derzeit in Österreich die stärkste politische Kraft, stünden Nationalratswahlen an. Dieses Bild haben gleich drei Umfragen in dieser Woche ergeben. Nachdem "market" Anfang der Woche die FPÖ sogar mit einem Vorsprung von fünf Prozentpunkten vorne gesehen hatte, zeigen aktuelle Erhebungen von IMAS und Gallup ein knapperes Rennen um Platz eins in der Wählergunst.

In der IMAS-Umfrage für die “Kronen Zeitung” werden für die Freiheitlichen 25 bis 27 Prozent ausgewiesen. Dahinter folgt die SPÖ mit 23 bis 25 Prozent. Platz drei ginge an die ÖVP mit 20-22 Prozent. Relativ eng wäre hier das Rennen um Platz vier, wo die Grünen (10-12) knapp die Nase vor den NEOS (9-11) hätten. Das Team Stronach (2-3) käme nicht mehr in den Nationalrat.

Den knappsten Abstand zwischen Blau und Rot gibt es in der Gallup-Umfrage für “Österreich”. Da kommen die Freiheitlichen auf 24 Prozent, die Sozialdemokraten auf 23. Nicht allzu weit dahinter rangiert die ÖVP mit 20 Prozent, gefolgt von Grünen und NEOS mit 14 bzw. 13 Prozent. Das Team Stronach (1) liegt hier sogar noch hinter dem BZÖ (2).

“Market” hatte für den “Standard” befragt und die FPÖ sogar bei 27 Prozent gesehen und damit deutlich vor den Koalitionsparteien, die auf 22 (SPÖ) bzw. 19 Prozent (ÖVP) kämen. Grüne und NEOS erreichten in der Umfrage je 13 Prozent.

Gute FP-Chancen auch bei EU-Wahl

Sozial- und Christdemokraten werden sich laut einer jüngsten Prognose ein Kopf- an Kopf-Rennen bei der Europawahl im Mai liefern. Nach den am Mittwoch veröffentlichten neuesten Daten von “PollWatch” ist der Vorsprung der Sozialdemokraten vor den Konservativen auf vier Sitze geschrumpft. Statistisch betrachtet seien die beiden Gruppierungen demnach gleichauf, teilte die Organisation mit.

Nach der Prognose dürften die Sozialdemokraten auf 215 Sitze kommen und die Konservativen auf 211. Drittstärkste Fraktion wären die Liberalen mit 66 Sitzen gefolgt von den Linken (59), der konservativen ECR (Europäischen Konservativen und Reformisten) und den Grünen (37). Die fraktionslosen Gruppierungen – darunter zahlreiche EU-Gegner – würden zusammen auf 90 Sitze kommen.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen von FPÖ, ÖVP und SPÖ prognostiziert “PollWatch” für Österreich. Demnach können die Freiheitlichen und die Volkspartei mit jeweils 23 Prozent der Stimmen und je fünf Mandaten rechnen, die SPÖ mit 22 Prozent und vier Sitzen. Dahinter sieht “PollWatch” die Grünen mit 13 Prozent und zwei Mandaten, gefolgt von den NEOS mit 12 Prozent und ebenfalls zwei Sitzen. Die Liste Hans-Peter Martin würde auf zwei Prozent kommen und ebenso wie andere Gruppierungen den Einzug ins EU-Parlament nicht schaffen.

In dem künftigen EU-Parlament dürfte der christdemokratische Spitzenkandidat Jean-Claude Juncker trotz des Vorsprungs der Sozialdemokraten mehr Unterstützung genießen als sein sozialdemokratischer Gegenkandidat, der gegenwärtige EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, erklärte Wahlforscher Simon Hix. So komme Juncker mit Unterstützung der Liberalen und anderer konservativer Gruppen auf 323 Stimmen, Schulz mit Unterstützung der Grünen und Linken nur auf 311.

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