FPÖ erstattet Anzeige nach Anna Gassers Olympia-Empfang

Anzeige gegen Olympiasieger nach Anna Gassers Gold-Empfang.
Anzeige gegen Olympiasieger nach Anna Gassers Gold-Empfang. ©APA/GERT EGGENBERGER
Anna Gasser und Franz Klammer wurden wegen Fotos von ihnen beim Gold-Empfang in Anna gassers Heimatgemeinde Millstatt angezeigt. Darauf posieren sie ihne FFP2-Maske, was einen FPÖ-Gemeinderat zur Anzeige bewegte.

Für einen FPÖ-Gemeinderat der Nachbarstadt Radenthein ein Verstoß gegen geltende Regeln, wie er in einem Brief an die Bezirkshauptmannschaft Spittal an der Drau festhielt.

Olympia-Feier für Anna Gasser in Millstatt

Bei der Feier am vergangenen Samstag waren unter anderem auch die Kärntner Olympiasieger Matthias Mayer, Fritz Strobl und Thomas Morgenstern anwesend, ebenso wie Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), Landesrätin Sara Schaar (SPÖ) und Landesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP). In dem Brief, der der APA vorliegt, heißt es, zeitgleich zur Feier habe in Spittal an der Drau eine "Veranstaltung" - eigentlich eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen - stattgefunden, bei der "mehrere Polizeieinheiten inklusive Hundeführer" anwesend gewesen und "mehrere friedliche und unbescholtene Teilnehmer von Polizisten abgeführt" worden seien.

FPÖ erstattet wegen fehlender FFP2-Masken Anzeige

Der Gemeinderat verlangt nun Auskunft darüber, ob Kaiser, Klammer oder andere Teilnehmer am Empfang eine Maskenbefreiung hätten - und warum in Spittal "zur Eindämmung der virologischen Gefahr sogar Hundeführer notwendig" gewesen seien und in Millstatt nicht. Der Brief schließt mit der Anzeige: Sollte noch nichts in die Wege geleitet worden sein, "so bitte ich Sie, dieses Schreiben zugleich als Anzeige zu betrachten". Als "Beweismittel" wurden Fotos beigelegt, etwa von Peter Kaiser oder Franz Klammer, gemeint seien aber "sämtliche weiteren Personen, deren Gesichter auf den Bildern vom 20. 2. 2022 Ihnen und Ihren Beamten mit Sicherheit geläufig sind".

Bürgermeister verwies auf Sicherheitskonzept

Der zuständige Bürgermeister, Alexander Thoma (ÖVP), verwies im Gespräch mit der APA auf das Sicherheitskonzept: Das eigentliche Programm habe in einem abgeriegelten Bereich stattgefunden, in dem rund 20 Personen waren, die unter Voraussetzung der Einhaltung der 2G-Regel eingeladen wurden: "Das wurde auch kontrolliert." Die Vorgehensweise sei auch auf Wunsch Gassers gewählt worden: "Sie steht ja noch im Weltcup und wollte deshalb das Risiko so gering als möglich halten." Deshalb habe es auch weder persönliche Begegnungen mit Fans noch Autogrammstunden gegeben. Thoma: "Ich kann keine Fehler erkennen. Dass etwas herauskommt, kann ich mir nicht vorstellen, wenn seriös erhoben wird. Das wäre ja absurd."

Ein Sprecher von Landeshauptmann Kaiser teilte auf APA-Anfrage mit, die Anzeige sei "offensichtlich parteipolitisch" motiviert. Kaiser habe die Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten: "Der Landeshauptmann hat sehr wohl FFP2-Maske getragen, wie Fotos belegen. Er hat die Maske lediglich kurz für Fotos und Reden abgenommen." Und das sei auch durch die Verordnung gedeckt. Tatsächlich wurde zur Maskenpflicht im Freien vom Gesetzgeber betont, diese gelte nicht, "wenn der Mindestabstand zu anderen Personen nur kurzzeitig unterschritten wird".

(APA/Red)

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