Football-EM: Österreichisches Team will den EM-Titel holen

Österreich steht im American Football-EM-Finale und trifft auf Deutschland.
Österreich steht im American Football-EM-Finale und trifft auf Deutschland. ©APA
Am Samstag findet das wichtigste Spiel in der Geschichte des American Football in Österreich statt, denn Österreich steht im Finale der Heim-EM und trifft ab 19 Uhr auf Deutschland.

Der EM-Titel ist das erklärte Ziel – und eine Rekordkulisse im Wiener Ernst-Happel-Stadion soll den Triumph möglich machen.

American Football-EM in Österreich

Der 29:8-Erfolg gegen Frankreich am Mittwoch machte selbst den durchaus eloquenten Präsidenten für einen Moment sprachlos. “Die Freude lässt sich gar nicht beschreiben. Wir arbeiten schon so lange daran, die europäische Spitze zu erreichen”, sagte Michael Eschlböck, der dem American Football Bund Österreich (AFBÖ) seit März 2003 vorsitzt. Vor allem die Art und Weise, wie die Österreicher die Franzosen in der Grazer UPC-Arena aus dem Weg räumten, imponierte ihm. “Ich habe das Team noch nie so fokussiert gesehen.”

Jetzt wartet am Samstag das “wichtigste Spiel in der Geschichte des Verbandes”. Als bisher größter Erfolg einer österreichischen Nationalmannschaft steht EM-Bronze 1995 und 2010 zu Buche. Neben dem Sportlichen geht es bei einer Heim-Europameisterschaft aber auch um die Verwirklichung von Marketingzielen – und auch in dieser Hinsicht könnte es nicht besser laufen. “Wir wollen Football in Österreich bekannter machen. Dazu braucht es aber den sportlichen Erfolg”, erklärte Eschlböck.

Besucherrekord bei EM-Finale erwartet

Die in allen Sportarten packende Rivalität mit Deutschland soll nun zu einem neuen Besucherrekord für ein Footballspiel auf heimischem Boden führen. Zum Endspiel der WM 2011 kamen knapp über 20.000 Zuschauer ins Happel-Stadion – diesmal wird mit annähernd 30.000 spekuliert. “Wir hoffen auf eine große Pilgerreise nach Wien. Das Stadion muss voll sein und muss richtig brennen”, sagte Teamchef Jakob Dieplinger.

Eine wirklich runde Sache wäre es nur mit einem weiteren Sieg. Schon vor dem Turnier haben einige Spieler offensiv vom Titel gesprochen, nachdem man neben das Etappenziel Finale ein Hakerl setzen konnte, glänzt die Goldene in den Köpfen noch etwas verlockender. “Wir wollen auch das Endspiel gewinnen”, betonte Runningback Andreas Hofbauer. Gleich am Mittwoch nach dem Frankreich-Spiel schmiss sich die Mannschaft ins Videostudium. Am Donnerstag übersiedelte der AFBÖ-Tross nach Wien, wo es an die Detailvorbereitung ging.

Österreich gegen Deutschland

Dass der kommende Gegner noch eine Stufe über Frankreich steht, ist allen bewusst. Deutschland steht zum fünften Mal hintereinander im EM-Finale, zweimal gewannen die AFVD-Mannen den Titel. Für Österreich gab es in den letzten Duellen nie etwas zu erben. Dafür konnte die rot-weiß-rote Junioren-Auswahl die Deutschen bei den zwei jüngsten U19-Europameisterschaften bezwingen. Einige Spieler des aktuellen A-Kaders wie Hofbauer, Clemens Erlsbacher oder Laurinho Walch kennen daher das Gefühl, den Erzfeind zu schlagen. “Die haben keine Angst mehr”, sagte Eschlböck.

Körperlich sind die Deutschen den Österreichern wie die Franzosen überlegen. “Im Kader stehen wahre Modellathleten. Da gibt es Lackeln über 1,90 Meter, ohne ein Gramm Körperfett”, warnte Eschlböck. Der brandgefährliche Runningback Danny Washington, der im Gruppenspiel gegen Schweden sechs Touchdowns herauslief, ist nur eine Waffe im Aufgebot von Coach Peter Springwald. Trotzdem ist der Verbandschef zuversichtlich: “Es ist wie David gegen Goliath. Aber dieser David hat Herz und Hirn, und mit diesen Tugenden und mit dem Publikum im Rücken können wir auch gegen Deutschland gewinnen.”

Alle Informationen zur Football-EM 2014.

(APA/Red)

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