Flüchtlinge dürfen bis Ende Oktober im Wiener Servitenkloster bleiben

Bis Ende Oktober dürfen die Flüchtlinge im Kloster bleiben.
Bis Ende Oktober dürfen die Flüchtlinge im Kloster bleiben. ©APA
Bereits im Juli hätten im Servitenkloster in Wien-Alsergrund Bauarbeiten beginnen sollen, um aus dem Gebäude ein Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu machen. Die knapp 60 Asylbewerber, die dort Anfang März nach der Besetzung der Votivkirche Unterschlupf gefunden hatten, hätten im Laufe der nächsten Wochen ausziehen müssen. Da die Bauarbeiten verschoben wurden, dürfen die Flüchtlinge bis Ende Oktober bleiben.
Kloster wird zum Heim
Neue Unterkunft gesucht
Festnahmen bei Hochwassereinsatz
Das Servitenkloster

“Auch wenn die Bauarbeiten im Kloster nun um ein paar Monate in weitere Ferne gerückt sind, so sind wir unserem Ziel, eine friedliche Lösung im Kloster zu erzielen, mit dieser Einigung doch ein Stück näher gekommen”, zeigte sich Klaus Schwertner, Generalsekretär der Wiener Caritas, in einer Aussendung überzeugt. “Wir werden die Flüchtlinge in der nun gewonnenen Zeit weiter bei ihrem Auszug aus dem Kloster unterstützen.” FSW-Geschäftsführer Peter Hacker stellte fest: “Es entspricht nicht den sozialpolitischen Grundsätzen dieser Stadt, Flüchtlinge unversorgt vor die Tür zu setzen. Caritas und FSW haben das von Beginn an betont, und dabei bleibt es.”

Einige Flüchtlinge haben Kloster bereits verlassen

In den vergangenen Wochen hatten sich einzelne Flüchtlinge bereits zu einem Umzug in andere Häuser entschlossen. “Wir gehen davon aus, dass weitere Flüchtlinge diesem Beispiel folgen werden”, erklärte Schwertner. Er verwies darauf, dass die Situation für diese Menschen nicht einfach sei, weil einige von ihnen akut von einer Abschiebung in ihr Herkunftsland bedroht seien. Drei der Flüchtlinge wurden –wie berichtet–  am vergangenen Wochenende bei einem Hochwassereinsatz in Niederösterreich festgenommen. (APA/ Red.)

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