Flottes „Kinderfest der Pferde“

Ausgesprochen flott ist am Donnerstagnachmittag das „Kinderfest der Pferde“ in der vollen Wiener Stadthalle über die Bühne gegangen.

Die Veranstalter hatten in das abwechslungsreiche und wirklich auf den Geschmack der kleinen Besucher abgestimmte Programm ein Highlight nach dem anderen gepackt – und damit alle Mühe, noch vor der „Kinderbettsperre“ der Jüngsten zum Schluss zu kommen.

Aber was hätte man streichen sollen? Die beiden Springbewerbe, bei denen die Kinder jedes Jahr mitfiebern und bei jedem Abwurf aufstöhnen? Sicher nicht! Sowohl beim Trebox-Springcup als auch beim Kleinpferde-Finale wollten die heimischen Nachwuchsreiter vor großem Publikum ihr Können beweisen – auch wenn so manches Pferd angesichts der ungewohnten Umgebung merklich nervös war.

Die besten Dressur-Grand-Prix-Pferde wurden von den Kids und ihren erwachsenen Begleitern ebenfalls begeistert aufgenommen, auch wenn sie die Schwierigkeit der Quadrille wohl zumeist nicht einzuschätzen wussten. Etwas ungewöhnlich, aber dafür umso faszinierender war das Tanzduell zwischen schweren Friesenpferden und ihren menschlichen Partner: „Irish Fire“ nennt Wolfgang Hellmayer seine Nummer, bei der er wohl Anleihen beim Lord of the Dance“, Michael Flatley, genommen hatte.


Ebenso rasant wie die frisch gebackenen Weltmeister im Zweier-Gespann agierten die Soldaten der Militärakademie Wiener Neustadt: Über verschiedene Hindernisse ging es in einem geordneten Durcheinander, dass so mancher schon einen Zusammenstoß befürchtete. Und als Schlussgag zogen sie sich zwischendurch die Jacken aus – und auch wieder an.

Zu den Klängen des Pferdefilms „Spirit“ zeigte Top-Star Jean Francois Pignon eine schier unglaubliche Freidressur. Aufs Wort gehorchten die Tiere den Einflüsterungen ihres Besitzers, legten sich schlafen und verblüfften die Zuseher ein ums andere Mal.


Während Barcelonas berittene Polizei ganz ernst Teile ihres Programmes für das 20 Jahre-Jubiläumsturnier des am heutigen Freitag beginnenden Fests der Pferde zeigten, trainierte der traditionelle Auftritt der „Bachinger-Ponys“ die Lachmuskeln der Besucher. In einer eigenwilligen und unfreiwilligen Interpretation der Chaos-Theorie bewegten sich die kleinen Reiter über die Bahn, wobei der eine oder andere im Sand landete, während sein Pony unbeeindruckt weitermachte.

Und für alle Kinder, die sich danach fröhlich auf den Nachhauseweg machten, warteten 24.000 Schwedenbomben aus dem Hause Niemetz, die gratis bei den Ausgängen verteilt werden.

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