Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Flashmob in Wien gegen Stillstand bei Nachhaltigkeit

Rund 100 menschen demonstrierten am Wiener Stephansplatz.
Rund 100 menschen demonstrierten am Wiener Stephansplatz. ©JeniaSymonds_Flashmob040
Während Staats- und Regierungschefs in New York bei der UNO-Generalversammlung über Nachhaltigkeitsziele diskutieren, gab es am Wiener Stephansplatz einen Flashmob für deren Umsetzung in Österreich.
Flashmob in Wien

Laut Veranstaltern haben knapp Hundert Menschen an der Aktion teilgenommen. "Keine Zeit für Stillstand", so die Botschaft des Flashmobs vom Mittwoch, bei dem die Teilnehmer minutenlang erstarrten.

Damit wollen die Organisatoren das "geringe Engagement" der Bundesregierung bei der Umsetzung der UNO-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals/SDGs), auch Agenda 2030 genannt, symbolisieren. Die Regierung dürfe "nicht stehen bleiben", sondern "solidarisch für ein gutes Leben für alle" aufstehen. "Ein gutes Leben für alle" ist auch das Motto der SDGs, die bereits 2015 verabschiedet wurden und deren insgesamt 17 Ziele bis 2030 erreicht werden sollen.

Österreich muss "Taten folgen lassen"

Österreich müsse bei der Umsetzung "den Absichtserklärungen endlich Taten folgen" lassen, so die Veranstalter des Flashmobs auf dem Wiener Stephansplatz. Aufgrund der bevorstehenden Berichterstattung Österreichs an die UNO im Juli 2020 über den Stand der Umsetzung der SDGs sei man "vorsichtig optimistisch", dass die kommende Regierung die Agenda 2030 nun "stärker im Regierungsprogramm verankert", so Thomas Alge, Geschäftsführer der Umweltplattform ÖKOBÜRO. Das Budget und die Gesetze sollten die Agenda "unterstützen oder zumindest nicht untergraben", betonte Annelies Vilim, Geschäftsführerin der entwicklungspolitischen Dachorganisation AG Globale Verantwortung.

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung decken die Bereiche Umwelt, nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Geschlechtergerechtigkeit, Bildung und globale Partnerschaft ab. So sollen beispielsweise bis 2030 extreme Armut und Hunger weltweit sowie die Diskriminierung von Frauen beseitigt werden, zudem soll allen Menschen Zugang zu sauberem Wasser und Sanitärversorgung sowie einer kostenlosen Volksschulausbildung garantiert werden. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern, den Millennium Development Goals (MDGs), haben sich 2015 alle Länder - reiche Länder ebenso wie "Entwicklungs-" und Schwellenländer - zur Umsetzung der SDGs verpflichtet.

Österreich in 6 von 17 Bereichen auf einem guten Weg

Laut aktuellen Studien wird es schwierig, die SDGs im vorgegebenen Zeitrahmen zu erreichen. Insgesamt schneide man in acht von zwölf großen Bereichen unzureichend ab, heißt es etwa in dem Social Progress Index 2019 (SPI) von Deloitte Österreich. Laut einer Bertelsmann-Studie ist kein einziges Land auf dem Weg, alle 17 Ziele zu erreichen. Österreich ist demnach bei sechs der 17 SDGs auf einem guten Weg, bei sieben Zielen gibt es "moderate Verbesserungen", lediglich beim Thema Klimaschutz stagnieren die Bemühungen. Um die Umsetzung in Österreich voranzutreiben, haben sich vor zwei Jahren 80 Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zusammengeschlossen und die Organisation "SDG Watch Austria" gegründet.

(APA/red)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 1. Bezirk
  • Flashmob in Wien gegen Stillstand bei Nachhaltigkeit
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen