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Flakturm wird zur "Roulade"

&copy APA/Pfarrhofer
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Die Vorbereitung für die Sanierung des seit Mai abgesperrten Flakturms im Wiener Augarten stehen kurz vor Abschluss. Nun wird das brüchige Gebäude mit einem Stahlseil umwickelt.

So will man weitere Verschiebungen verhindern, wenn die Arbeiten im Inneren beginnen, berichtete Burghauptmann Wolfgang Beer der APA. Die Sicherung geschehe ähnlich wie einer „Roulade“.

Noch im Laufe des Septembers sollen die eigentlichen Arbeiten beginnen, zeigte sich Beer zuversichtlich. Bei dem durch eine Schuttverschiebung im Inneren statisch angeschlagenen Flakturm müssen mehrere 100 Tonnen Material abtransportiert werden. Dabei werden auch zwei der äußeren, teils gelockerten Plattformen des Turmes entfernt, der danach „wie ein hohler Zahn“ offen stehe, so Beer. Bis eine Entscheidung über die Zukunft des Projektes gefallen sei, bleibe der Bau so. Schließlich halte der nackte Beton viel aus.

In jedem Falle bis Weihnachten – dem projektierten Abschluss der Arbeiten – gesperrt bleiben der um den Flakturm führende Weg und die angrenzende Jahnwiese. Rettung gibt es hingegen für den ebenfalls geschlossenen Kinderspielplatz. Dieser werde nun im Augarten-Areal versetzt und sogar etwas besser gestaltet als vorher, versprach Beer. Der Finanzrahmen von 2,5 bis drei Mio. Euro werde nach derzeitigem Stand eingehalten, versicherte der Burghauptmann.

Bereits im Juli war ein vorerst provisorischer neuer Zugang für die Baufahrzeuge zum Park auf Höhe Obere Augartenstraße gelegt worden. Dieser Behelfszugang soll auch nach Abschluss der Arbeiten als neuer Parkzugang erhalten bleiben.

Die übrigen fünf Wiener Flaktürme aus den Kriegsjahren 1943/44 gelten als stabiler im Vergleich zum Sanierungsfall im Augarten. Dessen Nordteil wurde durch eine große Explosion nach dem Krieg arg in Mitleidenschaft gezogen. Damals, 1946, hätten Kinder mit der im Turm gelagerten Munition gespielt und seien mit zwei Waggonladungen davon in die Luft gegangen, so Beer. Die Südseite des Turmes blieb hingegen unversehrt.

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