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ÖFB-Spieler nicht glücklich mit Pfiffen und Salzburger Rasen

Der 2:0-Sieg zum Auftakt der EM-Qualifikation gegen Kasachstan war glücklich, die österreichischen Fußball-Nationalspieler waren es mit dem Publikum und dem Rasen in Salzburg nicht. Die ÖFB-Equipe war im Laufe des schwachen Spiels von den 22.500 Zuschauern mehrmals mit einem Pfeifkonzert bedacht worden.
Zudem präsentierte sich der neue Naturrasen im EM-Stadion am Dienstag alles andere denn in Top-Qualität.

“Von oben schaut der Platz schön aus, in Wahrheit ist es aber eine Sandkiste”, kritisierte der eingewechselte ÖFB-Sturmtank Stefan Maierhofer. “Ein schnelles, kontrolliertes Spiel ist dort nicht möglich.” Erst im Sommer war der Kunstrasen in Salzburgauf mehrfachen Wunsch durch ein natürliches Geläuf ersetzt worden. Dieses ist allerdings noch nicht ausreichend mit dem Untergrund verwachsen, sehr sandig und dadurch auch holprig.

Zuletzt hatte das neue Terrain bereits zu einer Absage des Bundesliga-Heimspiels von Meister Red Bull Salzburg gegen Aufsteiger Wacker Innsbruck geführt. Die Drainage hatte den heftigen Salzburger Regen nicht vertragen. Immerhin war es durch den neuen Naturrasen möglich, nach 14 Jahren wieder ein Ländermatch in die Mozartstadt zu holen – das kritische Salzburger Publikum dankte es allerdings hauptsächlich mit Pfeifkonzerten.

Nach Spielende war es daher sogar zu einem Disput unter den ÖFB-Spielern gekommen, ob man sich überhaupt noch auf dem Spielfeld von den Zuschauern verabschieden sollte, was schließlich nur wenige Spieler taten. “Für mich waren die Fans ein wenig zu ungeduldig”, meinte Flügelspieler Jakob Jantscher, der als Neo-Salzburger sogar Heimvorteil in der Arena genossen hatte. “Aber in Österreich ist es halt so: Wenn es nach einer halben Stunde nicht läuft, wird gleich gepfiffen.”

Ähnliches Unverständnis äußerte Maierhofer. “Da spielst du zu Hause und hast das Publikum gegen dich”, betonte der wieder ins Team zurückgeholte Duisburg-Angreifer. “Das ist nicht schön, aber typisch für Österreich.” Das Spiel sei dadurch nur noch nervöser geworden. Grundsätzlich verstand Emanuel Pogatetz die Unmutsäußerungen. “Aber ich bin enttäuscht, weil diese junge Mannschaft mehr Unterstützung gebraucht hätte”, sagte der Abwehrchef.

Tatsächlich hatte der Druck der Österreicher mit Fortdauer des Spiels abgenommen. “Wir sind von Sekunde zu Sekunde nervöser geworden”, gestand Defensiv-Abräumer Franz Schiemer. “Es war zu viel Hektik drinnen. Da müssen wir lernen, noch geduldiger zu sein.” Dass es ein Kampf werde, sei klar gewesen. “Wir wollten auch keinen Schönheitspreis gewinnen”, erinnerte Schiemer. Das wäre mit so einer Leistung auch nie und nimmer möglich gewesen.

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