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Fall Sanader: Kroatische Staatsanwälte in Österreich

Staatsanwälte der kroatischen Staatsanwaltschaft DORH und der Antikorruptionsabteilung USKOK waren am Dienstag und Mittwoch in Österreich, teilte DORH in einer knappen Aussendung mit. Anlass des Besuches waren Ermittlungen im Fall Fimi Media, in den der ehemalige, in Salzburg in Auslieferung sitzende kroatische Ex-Premier Ivo Sanader verwickelt sein soll. In der kurzen Stellungnahme der Staatsanwaltschaft wurde Sanader selbst mit keinem Wort erwähnt. Auch informierte DORH nicht darüber, wen man in Österreich getroffen und ob es andere Gesprächsthemen gegeben habe.

USKOK und DORH wollten Medien gegenüber keine weiteren Informationen geben. Noch immer bleibt also unbeantwortet, ob Österreich schon auf das Ansuchen Kroatiens, Sanader zu den Vorwürfen der kroatischen Justiz zu befragen, geantwortet habe, so die Agentur HINA.

Ivo Sanader befindet sich seit 10. Dezember in Salzburg in Haft. Ihm werden in Kroatien Amtsmissbrauch, Bildung einer kriminellen Vereinigung, gewerbsmäßiger Betrug und Geldwäsche vorgeworfen. In Österreich wird gegen Sanader wegen Geldwäsche ermittelt. Die Affäre Fimi Media hat ihren Namen von der gleichnamigen Medienfirma erhalten. Über diese sollen Millionen von Kuna aus staatlichen Unternehmen abgezweigt worden sein – in die Taschen einzelner Personen und in die Kasse der kroatischen Regierungspartei HDZ.

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