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Fall Julia Kührer: 276 Käufer einer blauen Decke werden überprüft

Die Käufer dieser blauen Decke werden aufgesucht, um Klarheit im Fall Julia Kührer zu erhalten
Die Käufer dieser blauen Decke werden aufgesucht, um Klarheit im Fall Julia Kührer zu erhalten ©APA/BK
Einen neuen Ermittlungsansatz gibt es im Kriminal-Fall Julia Kührer: Die Polizei will nun 276 Personen überprüfen, die eine bestimmte blaue Decke erworben haben, wie sie auch bei den sterblichen Überresten des ermordeten Mädchens gefunden wurde. Damit will man der Aufklärung des nach wie vor rätselhaften Falles näherkommen.
Decke soll zu Täter führen
Begräbnis in Pulkau
DNA-Spuren ohne Ergebnis
Test mit Brandbeschleuniger
Weitere Spuren am Tatort
Polizei am Fundort
Decken-Käufer werden überprüft

Die sterblichen Überreste von Julia Kührer wurden nach monatelangen Untersuchungen bereits begraben – wer hinter dem Gewaltverbrechen steckt, dem das Mädchen zum Opfer fiel, ist jedoch nach wie vor unklar. Dass man eine blaue Decke der Marke “Borbo Orion” bei dem Mädchen fand, nutzt das Cold Case Management der Polizei nun für weitere Ermittlungen.

Verbindungen zu Verdächtigen gesucht

Wie der “Kurier” am Montag online berichtete, werden nun in ganz Österreich die 276 Käufer einer Baumwolldecke des genannten Typs von der Polizei aufgesucht. Dabei handelt es sich um jenes Fabrikat, in dem die Leiche der jungen Pulkauerin in einem Erdkeller im Bezirk Hollabrunn eingewickelt gefunden wurde. Ziel der laufenden Ermittlungen ist, herauszufinden, ob zwischen einem der Käufer der Decke und dem dringend Tatverdächtigen eine Verbindung hergestellt werden kann. Im Idealfall verspricht sich das BK eine Verbindung zwischen der eher seltenen Decke und dem Hauptverdächtigen. Das Bundeskriminalamt bestätigte gegenüber der APA die Angaben.

Der Aufruf der Polizei

Das Bundeskriminalamt ersucht die Bevölkerung im Fall Julia Kührer neuerlich um Mithilfe. Bei den Tatort-Ermittlungen vor Ort in Dietmannsdorf/Niederösterreich wurde ein Fragment einer blauen Baumwolldecke sichergestellt. Erhebungen durch die zuständigen Ermittler des Bundeskriminalamtes (Referat Cold Case Management) haben ergeben, dass diese Decke mit der Handelsbezeichnung “BORBO” in Österreich 276 Mal verkauft wurde.

Die Decke hat eine Größe von 150 x 200 Zentimetern und wurde zwischen 2004 und 2006 im einschlägigen Fachhandel von der Großhandelsfirma Hausmann vertrieben. Insgesamt wurden 276 Stück in Österreich verkauft. Das Bundeskriminalamt ersucht nun Zeugen – insbesondere ehemalige Käuferinnen und Käufer, deren Decke in Verlust geraten ist, weitergegeben oder gestohlen wurde – sich unter 01/24836/85025 oder 85026 SPOC (Single Point of Contact des .BK) zu melden.

Wie es später am Montag hieß, konnte über das Kundenkartensystem der Firma ein Teil der Käufer ausfindig gemacht werden. “Diese wurden bereits überprüft”, sagte Bundeskriminalamtssprecher Mario Hejl. Viele Karten sind allerdings nicht auf Personen, sondern auf Händler, Firmen und Institutionen zugelassen, was eine genaue Zuordnung schwierig macht.

Der Fall Julia Kührer

Julia Kührer war 2006 in Pulkau im Weinviertel spurlos verschwunden. Nach fünf Jahren vergeblicher Suche wurde das Skelett des 16-jährigen Mädchens am 30. Juni 2011 in einem Erdkeller in Dietmannsdorf (Niederösterreich) gefunden. Der Besitzer des Grundstücks, Michael K., gilt seither als dringend tatverdächtig. Den Ermittlern fehlen allerdings die nötigen Beweise im Fall Kührer.

(apa/red)

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