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Eurovision Song Contest in Österreich: So viel kostet das Megaevent

So viel könnte Österreich die Ausrichtung des Eurovision Song Contests kosten.
So viel könnte Österreich die Ausrichtung des Eurovision Song Contests kosten. ©EPA
Nach dem Sieg von Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen, kommt das Megaevent im kommenden Jahr nach Österreich. Damit stehen große Planungen und hohe Kosten ins Haus.
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In Summe werden die Aufwendungen für einen ESC meist mit rund 25 Mio. Euro kalkuliert, wobei hier nicht alles allein vom heimischen Fernsehsender zu tragen ist und die Umwegrentabilität nicht außer Acht gelassen werden darf. Die Kosten für den Ausrichter ARD lagen etwa in Düsseldorf 2011 bei rund 12 Mio. Euro. Das norwegische Fernsehen musste 2010 etwa 16,25 Mio. Euro ausgegeben. Moskau im Jahr davor lag nochmals deutlich höher.

So viel Kostet der Eurovision Song Contest

Weniger transparent waren die öffentlichen Ausgaben, als die autoritär regierte Kaukasusrepublik Aserbaidschan 2012 den Megaevent dazu nutzte, gleich eine gigantische Veranstaltungshalle, die Baku Crystal Hall, am Ufer des Kaspischen Meers aus dem Boden zu stampfen, die dem Vernehmen nach mehr als 100 Mio. Euro gekostet haben soll. Offiziell machte die Ex-Sowjetrepublik keine Angaben, jedoch wurden die Gesamtkosten für die ESC-Vorbereitung – einschließlich des Baus neuer Straßen und einer Uferpromenade zur Crystal Hall – vom East-West Research Centre in Baku damals auf eine halbe Milliarde Euro geschätzt.

Kleiner dimensioniert war dann Malmö im Vorjahr, wo die Halle mit 12.000 Zuschauern deutlich weniger Menschen als etwa die Düsseldorf Arena mit 36.000 Gästen fasst. Das Budget lag damals bei rund 18 Mio. Euro. Und heuer in Kopenhagen muss das Danmarks Radio (DR) mindestens 25 Mio. Euro zahlen – wenn nicht mehr.

Wo findet der ESC in Österreich statt?

Die Entscheidung, wo Österreich genau das Event veranstalten wird, dürfte allerdings noch eine Weile auf sich warten lassen. Düsseldorf erhielt etwa erst Anfang Oktober 2010 den Zuschlag für die Ausrichtung der Veranstaltung im Mai 2011, für die sich auch Berlin, Hamburg und Hannover beworben hatten.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zeigte sich nach der Show äußerst erfreut über den Triumph Österreichs beim Eurovision Song Contest: “Wir freuen uns unglaublich über diesen Gewinn. Der war ja nicht so vorhersehbar.” Deshalb könne man aber jetzt auch noch nichts über einen etwaigen Veranstaltungsort sagen: “Wir haben noch nicht alles in allen Details durchgedacht.” “Aber Österreich ist ein Land, das für Musik steht und mehrere Möglichkeiten hat, den Song Contest auszurichten.” Er wolle sich dabei jetzt nicht per se auf die Hauptstadt festlegen: “Wien wäre eine wunderbare Möglichkeit, aber man sieht, dass ein Song Contest unglaubliche Unterstützung der jeweiligen Stadt benötigt. Wir werden deshalb in den kommenden Wochen Gespräche mit den Körperschaften führen, die infrage kommen. Ich sage heute nur: Österreich wird der Gastgeber sein”, so Wrabetz in einer Pressekonferenz.

Und auch wenn sich Österreich die Gelegenheit, sich vor weit über 100 Millionen Menschen zu präsentieren, wohl nicht entgehen lassen wird, könnte man die Ausrichtung des Wettbewerbs theoretisch auch abgeben, was in der Vergangenheit bereits geschehen ist. So haben Länder meist wegen der hohen Kosten auf die Ehre verzichtet. Die Niederlande (1960), Frankreich (1963), Monaco (1972) und Luxemburg (1974) ließen Großbritannien ran; Israel überließ 1980 den Niederlanden den ESC.

(APA/Red)

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