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EU-Spitzenkandidaten Freund und Karas mit prominenten Unterstützern

Die Spitzenkandidaten der ÖVP und SPÖ haben prominente Unterstützer.
Die Spitzenkandidaten der ÖVP und SPÖ haben prominente Unterstützer. ©APA
ÖVP-Spitzenkandidat Othmar Karas und SPÖ-Spitze Eugen Freund werden bei ihrem Antreten zur Europawahl 2014 von Prominenten unterstützt. Bei der Vorstellung der neuen Plakatkampagnen wurden auch die Personenkommitees vorgestellt.
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ÖVP-Spitzenkandidat Othmar Karas zieht – wie schon 2009 – wieder mit einem Personenkomitee in den EU-Wahlkampf. Vorgestellt wurde die Initiative von den ersten, teils prominenten Unterstützern am Dienstag im Wintergarten des Do & Co am Wiener Stephansplatz.

Othmar Karas: Prominente Unterstützer

Finanziert werden soll es laut Karas über Spenden, die man den Transparenzregeln entsprechend veröffentlichen will. Als erste Unterstützer fanden sich u.a. das Schauspieler-Paar Peter Simonischek und Brigitte Karner, Nationalbank-Präsident Claus Raidl, Philharmoniker-Cellist Franz Bartolomey und Journalist Rudolf Nagiller ein. Es gehe darum, “unseren besten Politiker” nach Brüssel zu schicken, bekundete Simonischek. Und Nagiller befand, Karas sei zwar “sachlich bis zur Sprödigkeit”, wirke dafür aber nicht so “verspindoktort” wie andere Politiker.

Raidl hatte schon 2009 für Karas geworben, als Ernst Strasser Spitzenkandidat der ÖVP war. Er habe damals gesagt, die Partei habe den falschen Spitzenkandidaten und recht behalten, so Raidl, der bekundete, auch deshalb für Karas zu stimmen, damit ein EVP-Politiker und kein Sozialdemokrat Kommissionspräsident werde. Seitenhiebe teilte Raidl in Richtung Konkurrenz aus: SP-Quereinsteiger Eugen Freund bezeichnete er als in die Europapolitik eingeflogenen “Helikopter-Kandidaten”, NEOS-Frontfrau Angelika Mlinar als klassische “Abschiebe-Kandidatin” und die Grüne Ulrike Lunacek “vertritt halt leider nur Minderheiten-Themen”.

Karas selbst bekundete einmal mehr, ein parteiübergreifender Kandidat sein zu wollen: “Ich bin der Kandidat aller Österreicherinnen und Österreicher, die in Europa etwas bewegen wollen.”

Finanzierung des Vereins “Wir für Karas”

Die ÖVP kam bei der Präsentation kaum vor, auch die Homepage des (freilich teils von ÖVP-Funktionären organisierten) Personenkomitees kommt ohne Parteilogo aus. Finanziert werden sollen die Aktivitäten des Vereins “Wir für Karas” über Spenden. Wobei Karas betonte, dass diese gemäß den geltenden Transparenzregeln gemeldet werden sollen.

Parteispenden müssen veröffentlicht werden, wenn sie 3.500 Euro pro Jahr übersteigen (Einzelspenden über 50.000 Euro sind sofort zu veröffentlichen), Sponsorings sind ab 12.000 Euro pro Sponsor und Jahr zu melden.

“Initiative für Eugen Freund”

 Auch SPÖ-Spitzenkandidat Eugen Freund wird bei seinem Antreten von Prominenten unterstützt. Im Rahmen der “Initiative für Eugen Freund” machen sich etwa der frühere Bundeskanzler Franz Vranitzky oder der Schauspieler Harald Krassnitzer für Freund stark, teilte die SPÖ am Dienstag in einer Aussendung mit.Wien. Nach der Präsentation des Personenkomitees für ÖVP-Europamandatar Othmar Karas am Dienstagvormittag, informierte die SPÖ nach Mittag über die Unterstützer ihres Europa-Spitzenkandidaten. Unter ihnen sind bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler wie Konstanze Breitebner, Andrea Händler, Harald Krassnitzer und Gerald Pichowetz sowie Sängerin Timna Brauer. Unterstützt wird Freund auch von den Zeitzeugen Ari Rath und Rudolf Gelbard, der Künstlerin Birgit Sarata oder Julian Jäger, Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG, und Ärztekammer Wien-Präsident Thomas Szekeres.

Die Promis erklären auf der Plattform www.meineuropa.at ihre Intention, Eugen Freund zu unterstützen. Vranitzky etwa erklärt: “Ich unterstütze Eugen Freund, weil er beste Kenntnisse unseres Landes und große Erfahrung in anderen Teilen der Welt in einer Person vereint.” Der Leiter der Initiative, Alexander Rinnerhofer, betonte: “Ihnen allen ist es ein großes Anliegen, dass die Sozialdemokratie in Europa bestens vertreten ist. Und sie alle sind überzeugt, dass Eugen Freund diese Kompetenz hat, weil er die Welt, weil er Europa und die Menschen kennt.”

Alle Informationen zur EU-Wahl 2014.

(APA/Red)

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