Essl will Kunstsammlung zur bauMax-Sanierung an Republik verkaufen

Retter für bauMax: Karlheinz Essl
Retter für bauMax: Karlheinz Essl ©APA
Seine renommierte Sammlung mit 7.000 Kunstwerken um den kolportieren Buchwert von 86 Mio. Euro will bauMax-Gründer Karlheinz Essl an die Republik Österreich verkaufen, um die angeschlagenen Baumarktkette zu retten.
bauMax in der Krise

“Meine Frau und ich sind bereit, die gesamte Sammlung der Republik zu übergeben, wenn wir damit bauMax und somit rund 4.000 Arbeitsplätze allein in Österreich retten können”, wird Essl in einer Aussendung des Museums zitiert.

bauMax-Rettung durch Essl

Mit einer Kapitalspritze durch den Kunstverkauf und einem Schuldenschnitt durch die Banken soll das bauMax-Sanierungsverfahren gestemmt werden.

Essl hat die Sammlung vor zwei Jahren in eine gemeinnützige Stiftung eingebracht – aber weil die dafür ausschlaggebende Fünfjahresfrist noch nicht abgelaufen ist, würden die Kunstwerke auch im Insolvenzfall der Masse zufallen.

Bilder und Arbeitsplätze retten “wäre extrem wichtig”

Angesichts der bauMax-Krise, die die berühmte Kunstsammlung des Industriellen Karlheinz Essl in Mitleidenschaft zu ziehen droht, lädt Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) zu einem Runden Tisch.

Der Sammler hatte am Montag der Republik seine Werke zum Kauf angeboten. “Die 7.000 Bilder und 4.000 Arbeitsplätze zu retten, wäre extrem wichtig”, unterstrich dazu ein Minister-Sprecher.

 

Kulturminister Ostermayer lädt zu Gesprächen

Es gelte, die Sammlung als nationales Kulturgut zu erhalten, so der Sprecher: “Es wäre wichtig, Mittel und Wege zu einer Lösung zu finden.” Deshalb lädt Ostermayer die Familie Essl, Vertreter der Banken, des Landes Niederösterreich sowie des Sozial- und des Finanzministeriums zu einem Gipfel ins Kulturministerium, um das weitere Vorgehen zu klären: “Der Herr Bundesminister ist bekannt dafür, Lösungen zu finden.”

Der genaue Termin für den Runden Tisch stehe noch nicht fest. Die Parole laute aber: “So schnell wie möglich.”

(apa/red)

 

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