"Es kann nicht alles bleiben wie es ist"

Die Sparmaßnahmen im Spitalsbereich nehmen Formen an. So sollen künftig mehrere Spitäler zusammenarbeiten und ihre Leistungen aufeinander abstimmen.

In Vorarlberg hofft man, mittels genauer Analyse auf einen “Nenner der Vernunft” zu kommen. Laut Plan des Bundesinstituts für Gesundheitswesen soll Österreich in etwa dreißig Gesundheitsregionen eingeteilt werden, wobei für jede Region in etwa ein Schwerpunktkrankenhaus vorgesehen ist. Dieses würde “höherwertige” und
komplizierte Leistungen anbieten, während sich die Basisspitäler der Versorgung chronisch Kranker annehmen. Zusätzliche medizinische Betreuung könnte es in Ambulatorien oder Gruppenpraxen geben. Erwünschte Nebenwirkung:

die Zahl der Spitalsbetten würde sich verringern, ohne den Krankenhäusern fixe Vorgaben machen zu müssen.


Bedarfsanalyse

In Vorarlberg bestehen die nun auch österreichweit angestrebten Regionen bereits. Hier fungiert das Landeskrankenhaus Feldkirch als Knotenpunkt. Jetzt geht es darum, die Leistungsprofile der einzelnen Spitäler genau zu analysieren. Denn dass Krankenhäuser und Abteilungen dem regionalen Versorgungsbedarf angepasst werden müssen, steht auch für Gesundheitslandesrat Dr. Hans-Peter Bischof außer Frage. “Schon aus Gründen der Qualitätssicherung kann nicht alles
bleiben wie es ist”, stellt er klar. Wer künftig welche medizinischen Aufgaben übernehmen soll, wird derzeit mittels Studie erhoben. Ergebnisse werden bis Dezember erwartet. Dass es innerhalb der Spitäler und der Ärzteschaft Interessen zu verteidigen gibt, ist für Bischof nachvollziehbar. Dass die Diskussionsbasis in Vorarlberg aber “wesentlich besser” ist als in anderen Bundesländern nährt in ihm die Zuversicht “zu einer vernünftigen Lösung zu kommen”. Um den Patienten auch in Zukunft ein qualitativ hochwertiges und finanzierbares Gesundheitssystem anbieten zu können sei es wichtig, vom Hausarzt bis zur Nachsorge alle Stellen wirkungsvoll zu vernetzen,
betont Bischof mit Nachruck.

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