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Ernst Molden veröffentlicht Album mit neuen Wien-Hymnen

Ernst Molden hat eine neue CD und ein Buch veröffentlicht.
Ernst Molden hat eine neue CD und ein Buch veröffentlicht. ©APA
Liedermacher Ernst Molden kann auch als Heimatkundler gesehen werden. Seit Jahren erzählt er in seinen Songs von Orten und Gegenden in und rund um Wien. Mit seinem neuen Album "Ho rugg" bleibt er seiner Mischung aus morbidem Vorstadt-Blues, heiterem Neo-Wienerlied und bittersüßer Grätzel-Folklore treu.

Zwölf Songs vereint das wieder in breitem Wienerisch gehaltene Werk. Im Gegensatz zur vorangegangen Platte “A so a scheena Dog”, auf der Molden auf Solopfaden wandelte, spielt nun wieder das Stammquartett auf. Abgesehen von Walther Soyka (Harmonika) und der A Life A Song A Cigarette-Leihgabe Hannes Wirth (Gitarre) ist traditionell Willi Resetarits (Mundharmonika, Ukulelen) mit von der Partie, der den nie um ein Alzerl Boheme-Attitüde samt etwas zu arg verraucht-kratziger Stimme verlegenen Band-Chef stimmlich zur Hand geht und ihn gewissermaßen erdet.

Über Ernst Moldens neue CD

Atmosphärisch sind die Stücke allemal. Sie changieren zwischen Feelgood-Heiterkeit – wie das titelgebende “Ho rugg” -, Melancholie und Moritat. Inhaltlich bleibt Molden ebenfalls beim Bewährten – dem Nahen, Überschaubaren. Große soziale oder politische Themen, die sich oft gerade im Kleinen spiegeln, interessieren ihn wenig. Persönliche Reminiszenzen, lokale Schauplätze, oftmals die Natur stehen im Vordergrund: der Prater, das Cafe Malipop, der Schnee.

Wobei die Streifzüge nicht selten an die Peripherie und darüber hinaus führen. Besungen werden Kritzendorf, der schon erwähnte Neusiedler See oder der “Noadn” vulgo Wald- und Weinviertel – also dort, wo’s “entrisch und koit” ist. Ein Wien-Album also, das mit Urbanität und Moderne wenig am Hut hat und sich vielleicht etwas zu schwelgerisch ausnimmt, dessen manchmal zarte, manchmal intensive Hymnen an das Lokalkolorit aber durchaus berühren können.

Liedermacher hat Buch veröffentlicht

Gewissermaßen artverwandt zum frischen Dutzend an Liedern kommt das ebenfalls dieser Tage erscheinende neue Buch Moldens daher. Genau genommen handelt es sich bei “Wien Mitte” um eine gut 300 Seiten starke Sammlung der gleichnamigen Kolumne, die der bekennende Landstraßer seit fast fünf Jahren für die “Freizeit”-Beilage des “Kurier” verfasst. In der Tradition des Flaneurs übt sich der Autor in seinem Wochenjournal als Chronist des Alltags und schärft dabei den Blick – auch den des Lesers – für das schöne Unwesentliche.

Jede Menge Natur, Erinnerungen, Schrulligkeit und Lebensfreude stecken in diesen kurzen Texten. Gehuldigt wird dem Lyrikpotenzial der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik oder den Liedern von Bob Dylan bis Maly Nagl. Es geht um den milden Frühlingsregen, um Wiens Erdgeschoßzonen in den grauen 1970er-Jahren, klarerweise viel um den dritten Bezirk oder ein Bruno Mars-Konzert und was das mit Peter Rapp zu tun hat. Heimatkunde a la Molden eben. (APA)

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