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Ergebnisse des Wiener Lesetest 2013: Förderung der Risikoschüler greift

Ergebnisse des Wiener Lesetest zeigen leichte Verbesserungen
Ergebnisse des Wiener Lesetest zeigen leichte Verbesserungen ©Bilderbox (Sujet)
Der heuer zum dritten Mal durchgeführte "Wiener Lesetest" für die rund 31.000 Schüler der vierten und achten Schulstufe hat ähnliche Ergebnisse wie im Vorjahr gebracht. Jeweils rund ein Fünftel der Zehn- bzw. 14-Jährigen gehört zur Gruppe der "Risikoschüler" bzw. schwächsten Leser.
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Jeweils um die 40 Prozent sind sehr gute bzw. durchschnittliche Leser, rund ein Fünftel der Zehn- bzw. 14-Jährigen gehört zur Gruppe der Risikoschüler. Im Volksschulbereich ist die Gruppe der Risikoschüler um zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen, bei den AHS- bzw. Hauptschülern ist sie in etwa gleich geblieben, so Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, 29.05.

Wiener Lesetest mit 31 .000 Teilnehmern

An dem gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) durchgeführten Wiener Lesetest nahmen Ende Februar rund 15.000 Kinder in der vierten Klasse Volksschule und rund 16.000 Kinder in der vierten Klasse AHS-Unterstufe bzw. Hauptschule teil. Außerdem wurden jene rund 2.800 Schüler der ersten Klasse AHS/Hauptschule nachgetestet, die im Vorjahr beim Lesetest als “Risikoschüler” bewertet wurden und in der Zwischenzeit durch unterschiedliche Maßnahmen speziell gefördert wurden.

Förderung der Risikoschüler hilft

In der vierten Klasse Volksschule gehören 18,6 Prozent der Schüler zu den so genannten Risikoschülern. 42,7 Prozent sind durchschnittliche Leser, 38,7 Prozent sehr gute Leser.

In der achten Schulstufe befinden sich 22,4 Prozent der Schüler auf der schwächsten Stufe, 39,5 Prozent durchschnittlich und 38,2 Prozent sehr gute Leser.

Wichtigstes Ergebnis: Von jenen Kindern, die nach einem schlechten Lesetest 2012 besondere Förderung erfahren haben, sind mehr als 60 Prozent beim heurigen Nachtest in eine höhere Lesestufe gewechselt. Dies und der Rückgang bei den Risikoschülern in der Volksschule zeige, dass die Leseförderung in Wien greife, so die Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl.

Weiterverwendung der Lesetest- Ergebnisse

In Wien erhalten die Lehrer die Ergebnisse der einzelnen Schüler und können diese in die Noten einfließen lassen. “Wir gehen davon aus, dass Lehrer sich den Lesetest anschauen und die Ergebnisse auch sinnvoll verwenden”, so Brandsteidl. Im Normalfall sollten Risikoschüler nicht mehr in einer AHS landen. Derzeit seien aber immerhin noch zwölf Prozent der leseschwächsten Schüler in der achten Schulstufe in einer AHS zu finden.

Bei den Bildungsstandards geht Unterrichtsministerin Claudia Schmied einen anderen Weg: Dort werden die Einzelergebnisse nur den Schülern mitgeteilt, Lehrer, Direktoren und Schulbehörden erhalten nur die anonymisierten Werte. Die Resultate sollen nicht zur Förderung einzelner Schüler beitragen, sondern auf Systemebene einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung an den Schulen leisten. “Wir wollen die schlechten Leser finden – und fördern”, so Brandsteidl.

(APA)

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