Ergebnisse des sechsten Spieltages bei der Fußball-WM 2014

Die Ergebnisse des sechsten Fussball-WM Tages
Die Ergebnisse des sechsten Fussball-WM Tages ©EPA
Am Dienstag, dem sechsten Spieltag der Fußball-Weltmeisterschaft 2014, standen in Brasilien erneut drei Spiele auf dem Programm. Alles zu den Begegnungen Belgien - Algerien, Brasilien - Mexiko und Russland - Südkorea finden Sie hier.
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Belgien hat bei der Fußball-WM in Brasilien einen klassischen Fehlstart dank einer starken Schlussphase verhindert. Die stark eingeschätzte Truppe von Teamchef Marc Wilmots setzte sich im ersten Gruppe-H-Spiel gegen Außenseiter Algerien nach einem 0:1-Rückstand noch mit 2:1 durch. Mit Marouane Fellaini (70.) und Dries Mertens (80.) waren in Belo Horizonte zwei “Joker” für den Sieg verantwortlich.

Belgien setzte sich gegen Algerien durch

Die vor der Pause aufgrund ihrer Geheimfavoritenrolle gehemmt wirkenden Belgier konnten sich am Dienstag erst nach der Pause entscheidend steigern und kamen so noch zu einem insgesamt verdienten Erfolg. Sofiane Feghouli hatte die in Hälfte eins überzeugenden Algerier mit einem Foul-Elfmeter (25.) in Führung gebracht. Die Afrikaner beendeten damit eine 28-jährige WM-Tor-Durststrecke. Den letzten Treffer vor einer Serie von fünf Partien ohne Torerfolg hatte Djamel Zidane beim 1:1 gegen Nordirland 1986 erzielt.

Die Algerier überzeugten vorerst mit einer starken Defensivleistung. Offensiv konnten auch sie sich wenig in Szene setzen, die einzige Tormöglichkeit in Hälfte eins führte trotzdem zur Führung. Nach einer Flanke zog Jan Vertonghen Algeriens Saphir Taider im Strafraum am Leiberl zurück, den verhängten Elfmeter verwandelte Feghouli (25.) mit einem flachen und zentralen Schuss. Am Ende hätte der Sieg noch höher ausfallen können, Mbolhi konnte sich aber bei einem Fellaini-Kopfball auszeichnen (84.). Die Belgier nahmen damit Kurs in Richtung Achtelfinale, in das sie es auch bei ihrer bisher letzten WM-Teilnahme 2002 geschafft hatten.

Brasilien biss sich an Mexiko Zähne aus

Gastgeber Brasilien hat sich an Mexiko die Zähne ausgebissen. Der Rekord-Weltmeister musste sich am Dienstag in Gruppe A in Fortaleza gegen die blendend organisierten Nordamerikaner mit einem 0:0 begnügen. Beide Teams halten damit nach zwei Partien bei vier Punkten und befinden sich auf Achtelfinalkurs.

Die Hausherren, bei denen Ramires für den verletzten Hulk begann, übernahmen von Anpfiff weg das Kommando. Mexiko wehrte sich aber geschickt und hielt Fred und Co. auf Distanz. Die erste Großchance fand Neymar vor, sein Kopfball wurde von Ochoa sensationell entschärft (26.). Und auch gegen den knapp vor seinem Tor frei stehenden Paulinho behielt Ochoa die Oberhand (44.). Die Partie war hoch intensiv, aber meist relativ arm an spektakulären Strafraumszenen. Mexiko versuchte es zweimal aus der Distanz, die Schüsse von Hector Herrera (24.) und Jose Juan Vazquez (41.) rauschten aber knapp vorbei.Mexiko roch Lunte und wurde nach der Pause deutlich frecher. Vazquez (55.), Herrera (57.) und Co. schossen weiter fast aus allen Lagen munter drauf los. Bei den Brasilianern machte sich hingegen Unzufriedenheit und Unruhe breit. Neymar hätte diese per Freistoß (63., knapp daneben) sowie danach mit einem Schuss aus kurzer Distanz (69., Ochoa parierte) beinahe beendet.

Der enttäuschende Stürmer Fred wurde bei seiner Auswechslung mit Pfiffen bedacht, sein Ersatzmann Jo traf aber ebenfalls nicht ins Tor (76.). Defensiv hatten die Brasilianer Glück, dass Kapitän Thiago Silva nach einem harten Einsteigen gegen Javier Hernandez nur die Gelbe Karte sah (79.). Wenig später scheiterte dann auch Thiago Silva per scharfem Kopfball aus kurzer Distanz – Ochoa war an diesem Abend einfach unbezwingbar (86.).

1:1 bei Russlang gegen Südkorea

Russland und Südkorea haben sich am Dienstag (Ortszeit) in der Gruppe H der Fußball-WM 1:1 (0:0) getrennt. Vor den Augen von Österreichs Teamchef Marcel Koller erzielten in Cuiaba die eingewechselten Alexander Kerschakow (74.) und Lee Keun-Ho (68.) die Treffer. Beim Tor der Südkoreaner patzte Goalie Igor Akinfejew im Gehäuse von Österreichs EM-Qualifikations-Gegner fürchterlich.

Die Partie war lange von Disziplin und Vorsicht geprägt. Südkoreas Son Heung-Min tankte sich einmal durch die russische Defensive, schoss aber aus 16 Metern übers Tor (10.). Die Russen, das einzige WM-Team ohne Legionär im Kader, hatten 30 Minuten offensiv gar nichts zu bieten. Dann feuerte Sergej Ignaschewitsch aus großer Distanz einen Freistoß ab, mit dem Tormann Jung Sung-Ryong Probleme hatte (31.). Kurz kam Schwung in die Partie, Juri Schirokow (33.) bzw. Koo Ja-Cheol (34.) und Son (39.) vergaben weitere Möglichkeiten. Dennoch verabschiedeten die 36.000 Zuschauer die Akteure mit einem Pfeifkonzert in die Pause.

Die zweiten 45 Minuten begannen vergleichsweise lebhaft. Wasili Beresuzki fand für Russland eine gute Kopfball-Chance vor (46.). Russlands Goalie Akinfejew hatte Riesenglück, dass eine Serie von Unsicherheiten bei Fernschüssen von Koo (50.), Ki Sung-Yueng (51.) und Kim Youn-Gwon (57./Freistoß) zunächst ohne Folgen blieben. Doch Akinfejews rabenschwarzer Tag setzte sich fort. Denn der kurz davor eingewechselte Lee Keun-Ho wurde nicht attackiert und versuchte aus der Distanz sein Glück. Der harmlose Schuss ging Richtung Akinfejew, der den Ball fangen wollte, ihn jedoch durch die Finger rutschen und über den Kopf hinweg ins Tor ließ (68.).

Aber auch Russlands Star-Teamchef Fabio Capello hatte ein Joker-Ass im Ärmel. Nach einem Getümmel im Strafraum war der drei Minuten davor ins Spiel gebrachte Kerschakow zur Stelle und glich zum 1:1 aus (74.). Im Finish war Russland dem Sieg etwas näher, beide Teams nahmen aber nicht mehr allzuviel Risiko in Kauf.

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(APA)

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