Entsetzen über Massaker in Syrien

Ein Massaker an Zivilisten in Syrien mit mehr als 90 Todesopfern hat die internationale Gemeinschaft entsetzt.

Doch auch am Samstag ging das Blutvergießen in dem Land weiter. UNO-Generalsekretär Ban und der Syrien-Sondergesandte Annan verurteilten das “schreckliche und brutale Verbrechen” scharf.

Dieser “wahllose und unverhältnismäßige Einsatz von Gewalt” stelle eine klare Verletzung internationalen Rechts dar, heißt es in einer am Samstag am UNO-Hauptsitz in New York verbreiteten gemeinsamen Erklärung Bans und Annans. Sie forderten die syrische Regierung auf, den Einsatz schwerer Waffen in bewohntem Gebiet sofort zu stoppen. Jede Form der Gewalt in Syrien müsse beendet werden.

Auch US-Außenministerin Clinton verurteilte das Blutbad scharf. Sie verlangte ein Ende der Gewalt. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Die USA würden mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um den Druck auf den syrischen Präsidenten Assad und “seine Spießgesellen” zu erhöhen.

Truppen des Assad-Regimes beschossen mit Kanonen und Raketenwerfern die Siedlung Taldo bei Houla. UNO-Beobachter, die sich am Samstag am Schauplatz in der Provinz Homs umsahen, bestätigten den Tod von 92 Menschen, darunter 32 Kinder. Es handelte sich um eine der schlimmsten Gräueltaten des Regimes seit Ausbruch der Proteste vor 15 Monaten.

In Syrien unterdrückt das Assad-Regime seit fast 15 Monaten mit brutaler Gewalt eine anfangs friedliche Protestbewegung, die inzwischen stellenweise in einen bewaffneten Aufstand umgeschlagen ist. Die etwas mehr als 250 UNO-Beobachter sind seit Mitte April unbewaffnet im Land. Sie überwachen eine kurz vor ihrem Eintreffen vermittelte Waffenruhe, die aber nur auf dem Papier existiert.

(APA)

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