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Entlassung von Hartmann: Häme und Spekulationen auf Twitter

Die Krise am Burgtheater beschäftigte auch die Twittter-Gemeinde
Die Krise am Burgtheater beschäftigte auch die Twittter-Gemeinde ©APA
Beim Kurznachrichtendienst Twitter machte man sich am Dienstag auch über die Grenzen Österreichs hinaus über die Burgtheater-Causa Gedanken bzw. lustig. Nach der Entlassung des Direktors Hartmann wurde mit Spott und Spekulationen nicht gespart.
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“Alle deutschsprachigen Theaterintendanten starren derzeit übrigens ihr Telefon an, und hoffen auf einen Anruf aus Wien”, schreibt Literaturwissenschafter Christian Köllerer auf Twitter, wo die Entlassung von Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann am Dienstag Top-Thema ist.

Fassungslosigkeit auf Twitter

Beim Kurznachrichtendienst reiht sich in den Stunden nach Verlautbarung Nachfolger-Spekulation an Häme und Fassungslosigkeit.

“Wieder ein Deutscher, der in Österreich scheitert”, heißt es etwa vom stellvertretenden “Handesblatt Online”-Chefredakteur Stefan Henzel aus Düsseldorf. “Als freier, immer irgendwie kämpfender Theatermacher schaut man fassungslos und kopfschüttelnd nach Wien”, schreibt Michael Stacheder, Leiter des Jungen Schauspiel Ensembles München.

In Tweets wird an Peymann erinnert

Der Politologe Hubert Sickinger erinnert in Tweets an den ehemaligen Intendanten Claus Peymann, unter dem das Burgtheater in den 80er Jahren “auch jenseits der Vorstellungen großes Theater” geboten habe. “Daran kann das aktuelle Schaustück leider nicht anknüpfen.” Während Georg Springer als Protagonist weitgehend außen vor gelassen wird, haben einige Nachrichten Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) zum Thema. “Ortstafeln, Beamte, Burgtheater: Immer wenn’s mühsam ist, übernimmt des Kanzlers Geheimwaffe Josef Ostermayer”, schreibt Journalistin Julia Ortner. “Fehlt nur noch die Hypo.”

Nachfolger-Spekulationen im Gange

Namen potenzieller Nachfolger lassen sich auf der Online-Plattform nur vereinzelt finden. Der Wiener Autor Christian David etwa tippt auf Martin Kusej. “Er hätte bald Zeit. Und wäre eine exzellente Wahl.”

Stellenweise wird auch der Ruf nach einer Frau an der “Burg” laut. “Wiener Zeitung”-Kulturjournalistin Christina Böck bringt Barbara Frey, jetzige Intendantin am Schauspielhaus Zürich, ins Spiel. “Die kennt sich aus mit Hartmann-Nachfolgen.”

Burgtheater nicht mehr sehr aktiv

Abgesänge auf Hartmann und Spekulationen über Nachfolger werden am Folgetag wohl auch in den traditionellen Medien folgen. “Das Triumphgeheule seiner vielen Feinde wird grenzenlos sein”, schreibt “Die Welt” schon jetzt.

Der letzte Tweet des offiziellen “Burgtheater”-Accounts liegt übrigens über ein Monat zurück.

(apa/red)

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