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Entführter Wiener im Jemen: Experte vermutet Stämme dahinter

Stämme sollen für die Entführung des Wieners im Jemen verantwortlich sein.
Stämme sollen für die Entführung des Wieners im Jemen verantwortlich sein. ©EPA
Die Mutmaßungen rund um die Entführung eines Wieners und zwei Finnen im Jemen gehen weiter: Sie dürften Opfer jemenitischer Stämme geworden sein. Davon geht der Terrorexperte Amer al-Bayati (Albayati), aus.
Es gibt bereits "erste Spur"
Wiener im Jemen entführt

Das Terrornetzwerk Al-Kaida trage eine andere, gewaltvollere Handschrift, daher vermute er “eher” jemenitische Stämme dahinter, so Al-Bayati gegenüber der APA. Im Jemen gebe es eine “Rekordzahl von Entführungen”, mit denen Druck auf die Regierung, für die Erfüllung bestimmter Anliegen, ausgeübt werde. Selbst um die Renovierung einer Schule durchzusetzen, sei bereits zu diesem Mittel gegriffen worden. Laut dem Direktor des Spracheninstituts Cales (Center of Arabic Language and Eastern Studies) in Sanaa, wo der Österreicher sowie der Finne, einen Sprachkurs absolviert haben sollen, habe der Österreicher – kurz vor seiner Entführung – bereits Vorkehrungen für seine Heimreise für die Weihnachtsfeiertage getroffen, sagte Al-Bayati, der auch Präsident der ILMÖ (Initiative Liberaler Muslime in Österreich) ist.

Wiener im Jemen entführt

Die Nachrichtenagentur AFP hatte dagegen unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, dass die Sicherheitsbehörden die Al-Kaida hinter der Tat vermuteten. Demnach habe das Terrornetzwerk vor einigen Tagen gedroht, Ausländer zu entführen, um die Freilassung von inhaftierten Mitgliedern zu erwirken.

Hintergründe zur Entführung unbekannt

Bis dato gibt es über die Hintergründe zu der Entführung des 26-jährigen Österreichers und der beiden Finnen, ein Mann und eine Frau, keine genauen Informationen. Das Außenamt in Wien stehe im laufenden Kontakt mit den Behörden in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sowie dem jemenitischen Botschafter in Wien, teilte das Ministerium mit.

Entführungen im Jemen sind keine Seltenheit, die Sicherheitslage im 24-Millionen-Einwohnerland ist extrem brüchig. In den vergangenen 15 Jahren wurden laut Nachrichtenagentur AFP mehr als 200 Menschen entführt, meist von mächtigen Stämmen, die damit politische Forderungen an die Behörden durchsetzen wollten. Das Land im Süden der Arabischen Halbinsel gilt als Armenhaus Arabiens.

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