Sex-Szenen auf EU-Plakaten

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Drei Sujets der Plakatserie „Peace gerollt“ sorgen durch ihre Motive mit sexuellen Konnotationen für Empörung - Die Plakate laufen auf „Rolling Boards“ in ganz Wien.

Kritik haben die von „Graz 2003“-Macher Wolfgang Lorenz und Bundestheater-Holdingchef Georg Springer gestaltete Projektreihe zum Jubiläumsjahr 2005 “25 Peaces“ von Beginn an begleitet. Nun hat der abschließende Europa-Schwerpunkt der Projekte ungewohnte Werbewirksamkeit verschafft: Drei Sujets der Plakatserie „Peace gerollt“ sorgen durch ihre Motive mit sexuellen Konnotationen für Empörung.

Insgesamt 150 verschiedene Motive

Die Plakate sind auf 400 so genannten „Rolling Boards“, das sind Motiv wechselnde, beleuchtete Werbeflächen, in Wien seit Dienstag bis Ende Jänner – und damit zu Beginn des österreichischen EU-Ratsvorsitzes – zu sehen. Sie werden auch vom 24. bis 30. Jänner in Salzburg gezeigt, wo zu dieser Zeit die „Sound Of Europe“ betitelte EU-Konferenz stattfinden wird. Insgesamt gibt es 150 Motive, die sich mit der EU beschäftigen und auf den „Rolling Boards“ jeweils für zehn Sekunden zu sehen sind.

Durch Mehrfachbespielung sind insgesamt 800 Künstler-Statements in Wien zu sehen. Auf den von der „Kronen Zeitung“ als „wüste Sexplakate“ und „Porno-Plakate“ bezeichneten drei Sujets sind drei nackte Darsteller mit Masken von George W. Bush, der britischen Queen Elizabeth und Jacques Chirac in eindeutigen Posen bzw. der Unterleib einer nur mit einem blauen Slip mit den EU-Sternen bekleideten Frau zu sehen.

Letzteres Motiv wurde von der in Berlin lebenden Künstlerin Tanja Ostojic (Jahrgang 1972) gestaltet, die beiden Plakate mit den nackten Bush-, Chirac- und Queen Elizabeth-Darstellern vom in Madrid lebenden Spanier Carlos Aires (Jahrgang 1974). Die am Projekt „Peace gerollt“ beteiligten 75 Künstler sind unter dem Namen „euroPART“ zusammengefasst.

Förderung von einer Mio. Euro

Die auf private Initiative entstandenen “25 Peaces“ wurde vom Bundeskanzleramt mit einer Mio. Euro gefördert, das Gesamtbudget von rund 10 Mio. Euro für die bereits im März gestartete Projektreihe wurde zum allergrößten Teil durch Sponsoringgelder aufgebracht.

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