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Mahnmal für homosexuelle NS-Opfer

2006 wird Wien ein Mahnmal für homosexuelle und transgender Opfer des Nationalsozialismus erhalten: Am Morzinplatz auf dem Gelände der ehemaligen Gestapo-Zentrale soll das Erinnerungswerk errichtet werde.

Das kündigten am Mittwoch Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny und Sonja Wehsely, Stadträtin für Frauenfragen (beide S), an. Die Gestalt des Mahnmals soll durch einen geladenen Wettbewerb gefunden werden.

Bis Ende Oktober will der Beirat für „Kunst im öffentlichen Raum“ über die Entwürfe der acht angefragten Künstler entscheiden, darunter der Kanadier AA Bronson, die Klagenfurterin Ines Doujak oder der Niederösterreicher Hans Kuppelwieser. Man sei in der Fragen der Gestaltungen gänzlich offen, betonte Jury-Mitglied Roland Schöny.

200.000 Euro stehen zur Verfügung

Man könne sich hier sowohl ein Monument als auch eine Medienarbeit oder etwa ein Bodenmosaik vorstellen. Die Vorgabe sei zwar, ein dauerhaftes Mahnmal zu errichten, aber auch hier sei man bei ansprechenden anderen Entwürfen gesprächsbereit, so Schöny. Insgesamt stehen für das Projekt 200.000 Euro zur Verfügung.

Bei der endgültigen Entscheidung für einen Entwurf würden Vertreter von Homosexuellen- und Transgender-Organisationen einbezogen, kündigte Wehsely an. Bei dem Mahnmal gehe es auch um eine „symbolische Geste der Anerkennung“ für eine vergessene Opfergruppe im Gedenkjahr 2005, unterstrich Mailath-Pokorny.

Am Morzinplatz in der Inneren Stadt stand bis zu seiner Zerstörung 1945 das Hotel Metropol, das unter NS-Herrschaft als Gestapohauptquartier diente. Ein Denkmal für die Opfer des Faschismus befindet sich bereits auf dem Gelände.

Begrüßt wurde das neue Mahnmal vom Vorsitzende der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation (SoHo), Günter Tolar. „Für mich als Sozialdemokraten ist es eine Ehre, dass für diese Opfer durch die Stadt Wien endlich ein Mahnmal errichtet wird und sie somit auch auf diese Weise rehabilitiert werden“, betonte er in einer Aussendung.

Als „großen Erfolg“ feierten die Wiener Grünen die Entscheidung, die sie seit langem gefordert hätten. Marco Schreuder von den „Grünen Andersrum“ gab aber auch zu bedenken: „Richtiges Mahnen ist eine schwierige Aufgabe.“ Das Denkmal müsse über die NS-Zeit hinaus als Signal verstanden werden, künstlerisch wertvoll sein und an geeignetem Ort aufgestellt werden.

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