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Unfrohe Nacht im Frauenhaus

Symbolbild &copy bilderbox
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Für manche ist die berühmte Stille Nacht keine sehr frohe: Vor allem Frauen sind immer um diese Jahreszeit immer öfter von häuslicher Gewalt betroffen. Der Wiener Frauennotruf verzeichnet einen starken Anstieg an Hilfesuchenden.

Weihnachten, das Fest der Gewalt: Das ist für viele Frauen eine traurige Erfahrung, berichteten am Montag Wiens Frauenstadträtin Sonja Wehsely (S) und die Leiterin der Beratungseinrichtung „Frauennotruf“, Karin Spacek. Besonders um die Feiertage herum sei ein klarer Anstieg von häuslicher Gewalt zu verzeichnen, hieß es in einer Pressekonferenz. Für Betroffene steht deshalb der Frauennotruf unter der Wiener Nummer 71719 zur Verfügung.

Gewalttätigkeiten außerhalb des Alltagstrotts

Die Festtage seien für viele Frauen alles anders als still. Deshalb habe man auch in den Beratungseinrichtungen Hochkonjunktur, erklärte Spacek. In dem Moment, in dem sich die Familien außerhalb des üblichen Alltagstrotts bewegten und die Männer öfters daheim seien, komme es verstärkt zu Gewalttätigkeiten. Eine weiteres Kriterium sei der Alkohol, der zu den Feiertagen verstärkt fließt. Dann reiche oftmals ein banaler Anlass, wie „die Christbaumkugeln sind nicht schön genug“, bedauerte Spacek.

Tabuthema Gewalt

Darüber zu sprechen sei zwar immer noch ein Tabu, beklagte Wehsely. Ein Tabu allerdings, das zu bröckeln scheint: Heuer seien teilweise Steigerungen der Anruferinnenzahlen von 40 Prozent gegenüber dem Jahr 2003 zu verzeichnen, so Spacek. Auch in den Ferienmonaten im Sommer lasse sich ein ähnliches Phänomen beobachten.

Man spreche mit der Anruferin durch, wie die Festtage möglichst gefahrlos gefeiert werden können. Allerdings hätten noch viele Hemmungen, den Heiligen Abend ohne ihren Partner zu verbringen, berichtete die Frauennotruf-Chefin.

Positiv: Das Gewaltschutzgesetz

Mit dem Gewaltschutzgesetz, das auch die vorübergehende Wegweisung des Partners ermöglicht, habe der Staat mittlerweile gute Chancen, die Opfer zu schützen. „Nicht mehr die Frau muss auf der Straße stehen, sondern der Täter“, unterstrich Wehsely.

Rund 40.000 Beratungen hat der Frauennotruf seit seiner Gründung 1996 bereits durchgeführt. Allein heuer sind rund 6.200 Beratungskontakte zu verzeichnen gewesen. Das Angebot des Frauennotrufs reicht dabei von der anonymen Telefonberatung, einem Frauenchat bis hin zu persönlichen Beratungsgesprächen.

Der Wiener Frauennotruf ist 24 Stunden pro Tag unter Telefon 01-71719 erreichbar. Zusätzlich steht österreichweit kostenlos die „Frauenhelpline gegen Männergewalt“ unter 0800/222555 zur Verfügung. Mehr Informationen auch im Internet:

  • -> Frauennotruf Wien
  • -> Frauenhelpline
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