Mutmaßlicher russischer Spion angeblich Putins Schwager

Der im Juni in Salzburg festgenommene mutmaßliche russische Spion Wladimir W. soll der Schwager von Staatspräsident Wladimir Putin sein, schreibt die Info-Illustrierte "News" in ihrer am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.

Eine Bestätigung dafür gab es auf Anfrage der APA weder aus der russischen Botschaft in Wien noch im Innen- und Verteidigungsministerium, oder von russischen Journalisten. Putins Ehefrau, Ludmila Putina, hat einen Bruder und hieß mit Mädchennamen Schkrebnewa.

Der russische Staatsbürger war wegen Spionageverdachts Mitte Juni in Salzburg festgenommen worden. Der Mitarbeiter der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos war für die Dauer der UNO-Weltraumtagung im VIC in Wien (6. und 15. Juni) akkreditiert gewesen. Aufgrund dieser Akkreditierung genoss Wladimir W. den Schutz der diplomatischen Immunität. Deswegen wurde er auch am 21. Juni wieder auf freien Fuß gesetzt.

Der Russe stand unter dem Verdacht, in Österreich mit einem österreichischen Unteroffizier am Fliegerhorst Hörsching konspiriert zu haben. Beide sollen versucht haben, Daten des deutsch-französischen Kampfhubschraubers “Eurocopter Tiger” auszuspionieren.

Drei österreichische Personen, die mit Wladimir W. Kontakt hatten, wurden unterdessen mit Sanktionen belegt. Der Journalist der Militärzeitschrift “Jane’s Defense”, Georg Mader, Sabine H. sowie Martin Rosenkranz, der das Forum airpower.at betreibt, wurden am 11. Jänner mit einem österreichweiten Kasernenverbot belegt. Jede versuchte Kontaktaufnahme zu Heeresangehörigen wurde damit berichtspflichtig. Das Verteidigungsministerium bestätigte diese “News”-Information auf Anfrage der APA.

Georg Mader räumte im Gespräch mit der APA Kontakte zu Wladimir W. ein. Der russische Raumfahrtexperte sei einige Jahre lang Handelsbeauftragter für Russland in Wien gewesen. Bei Luft- und Raumfahrtmessen seien die beiden regelmäßig zusammengetroffen. Mader sei in Österreich nie zu W. befragt worden. Der Journalist vermutet daher einen anderen Grund hinter dem Kasernenverbot. Als Eurofighter-Befürworter “sind wir ja für (Verteidigungsminister Norbert) Darabos und sein Kabinett unangenehme Leute”. “Wir haben wegen der Eurofighter keine Ruhe gegeben, deswegen sollen wir abgekappt werden.”

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